Sa, 18. November 2017

Junge feiern heftig

15.03.2015 11:24

Wer gerne etwas tiefer ins Glas schaut...

Spiel- und Internetsucht, Crystal Meth, Cannabis: Sie bringen Leid und Sorgen über die Betroffenen, doch im quantitativen Vergleich zum Alkohol sind sie eine Minderheit. Gelten doch bei Bier, Wein und Schnaps15 Prozent der Oberösterreicher als süchtig oder suchtgefährdet. Am tiefsten ins Glas schauen leitende Beamte!

Es wird spannend, was der neue Drogenmonitor-Bericht des Linzer "Instituts Suchtprävention" über den Alkoholkonsum der Oberösterreicher aussagt. Er sollte schon druckfertig sein. Zuletzt wurde 2009 unser Bundesland genauer unter die Lupe genommen. Und damals zeigte sich ein alarmierender Trend: Der "akute Alkoholmissbrauch" - meist durch jugendliche Patienten, die mit Alkoholvergiftungen in Spitäler eingeliefert wurden - war in
sieben Jahren um 84 Prozent gestiegen" Fachleute schätzen, dass sich dieser Trend eingebremst hat. Obwohl bei den Jungen eines gleich blieb: Sie feiern und trinken oft extrem, aber nur kurz!

"Alkoholkonsum in unserer Kultur ganz normal"
Von den 15- bis 19-Jährigen greifen knapp 30 Prozent an zwei Tagen pro Woche zum Alkohol, aber fast niemand täglich. Von den Über-60-Jährigen schenken sich elf Prozent an zumindest sechs Tagen ein Gläschen ein. "In unserer Kultur ist der Alkoholkonsum ganz normal und auch nicht grundsätzlich zu verteufeln. Allerdings übersehen viele über lange Zeit die Grenze, wundern sich, dass sie plötzlich ein Suchtproblem haben", meint Christoph Lagemann vom "Institut Suchtprävention" zur Heimtücke der "Volksdroge".

6,5 "Standardgläser" pro Woche
Schaut man sich in OÖ an, wer mehr trinkt, gibt's eine einfache Formel: "Je gebildeter, desto trinkfreudiger." So konsumieren laut eigenen Angaben Akademiker pro Woche 6,5 "Standardgläser", also Halbe Bier oder Viertel Wein. Mit fünf Gläsern pro Woche sind jene, die Lehre oder Matura haben, gleichauf. Dass die Bauern gerne der Landessäure zusprechen, ist wohl eine Mär aus alten Tagen. So trinken Landwirte mit 3,3 Gläsern pro Woche am wenigsten und nicht einmal die Hälfte von leitenden Beamten, die mit 7,2 Gläsern als Spitzenreiter gelten. Erwartet wird beim neuen Drogenmonitor, dass der Anteil der Oberösterreicher, die täglich trinken, weiter abnimmt. Bei der letzten Befragung waren es 2,3 Prozent.

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