Do, 23. November 2017

„Krone“-Ombudsfrau

15.03.2015 08:00

Wir laufen für: Den Schutz unserer Meere!

Was hat die Ombudsfrau mit dem Meer zu tun? Das ist ganz einfach: Am 12. April 2015 findet der 32. Vienna City Marathon statt und wir werden als Staffel wieder für den guten Zweck an den Start gehen. Erstmalig wollen wir diese Gelegenheit nutzen, auch andere gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Jedes Staffelmitglied wird hier an einem Sonntag eine Herzensangelegenheit vorstellen - diesmal die Sea Shepherd Conservation Society, sich weltweit aktiv für den Schutz der Ozeane einsetzt!

"Selbst für unser Land, ohne direkten Zugang zum Meer, haben die Ozeane eine wichtige Bedeutung, unter anderem als Sauerstofflieferant", erklärt Thomas Motsch von Sea Shepherd Österreich. Doch das sensible Ökosystem ist in Gefahr, und das hat eben auch für uns Menschen drastische Konsequenzen. Die Meere werden leergefischt, verschmutzt und zerstört. Man muss sich nur einmal vorstellen, dass jährlich bis zu hundert Millionen Haie getötet werden, damit ihre Flossen als Suppe auf dem Tisch landen.

Die 1977 von Kapitän Paul Watson gegründete, gemeinnützige internationale Umweltschutzorganisation kämpft mit ihren freiwilligen Mitarbeitern nicht nur gegen den extensiven Haifang. Die "Sea Shepherds" sind weltweit dort zu finden, wo es gilt, illegalen Walfang, Überfischung oder die grausame Tötung von Delfinen und Robben aktiv zu verhindern - mit teils rekordverdächtigen Operationen.

Verfolgungsjagd seit mehr als 85 Tagen
Seit mehr als 85 (!) Tagen verfolgt das Sea-Shepherd-Schiff "Bob Barker" im Rahmen der Operation "Icefish" ein Wilderer-Schiff, das in der Antarktis illegal auf Dorschfang war. Dabei haben die Freiwilligen zudem Stellnetze mit einer Gesamtlänge von 76 (!) Kilometern aus dem Meer geholt, die die Wilderer ausgebracht hatten. Mittlerweile ermittelt sogar Interpol in diesem Fall. Die Kosten und der Aufwand für solche Operationen sind enorm. Aber man hat Erfolg im Kampf für die Natur. Die Wilderer sind auf der Flucht - ohne Fang. Mit ähnlichen Aktionen hat Sea Shepherd in den letzten Jahren viele Wale in der Antarktis retten und Walfänger aus dem Gebiet vertreiben können.

Eine Bucht voll "Blut"
An manchen Orten ist ein aktives Eingreifen aber nicht möglich. Wie in der Bucht von Taiji in Japan, wo jedes Jahr sechs Monate lang ganze Schulen von Delfinen und kleinen Walen zusammengetrieben und "aus Tradition" brutal abgeschlachtet werden. Manche Meeressäuger werden verschont und landen als dressierte Attraktion in einem Aquarium. Dort erwartet sie ein tristes Leben in Gefangenschaft, fernab ihres natürlichen Lebensraumes. Für die Delfinjäger ist das ein Millionengeschäft. Die Tierschützer dokumentieren das Grauen und die Brutalität von Taiji jedes Jahr. Um Bewusstsein zu schaffen, werden die Bilder mittels Livestream, Twitter und Facebook in die Welt geschickt, damit das sinnlose Töten irgendwann gestoppt wird.

Die Organisation sieht sich teilweise auch mit Kritik konfrontiert. Vor allem für ihr direktes - aber effektives - Vorgehen im Schutz für die Ozeane. Sea Shepherd versichert, dass man sich bei allen Aktionen stets an international gültige Gesetze und Übereinkommen halte.

Viele Prominente Unterstützer
In ihrem Tun finden die Tierschützer jedenfalls auch viele prominente Unterstützer. Zu ihnen zählen Schauspieler Charlie Sheen und dessen Vater Martin sowie der kürzlich verstorbene "Simpsons"-Miterfinder Sam Simon, die stattliche Beträge für Schiffe gespendet haben, die nun unter ihrem Namen im Einsatz sind.

Seit 2012 ist Sea Shepherd mit einer eigenen Gruppe auch in Österreich vertreten. Wer sich engagieren, helfen oder spenden will, findet hier alle Informationen: www.seashepherd.at.

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