Do, 14. Dezember 2017

Röstet den PC

13.03.2015 14:15

Russischer Tüftler bastelte "USB-Stick des Todes"

Seit Jahren warnen IT-Sicherheitsexperten vor USB-Sticks, die Malware verteilen und dem System des Nutzers schaden. Ein russischer Hacker mit dem Codenamen "Dark Purple" hat jetzt allerdings eine direktere Methode entdeckt, um mittels USB-Stick einen Rechner lahmzulegen. Er hat den "USB-Stick des Todes" konstruiert, der eine elektrische Ladung in den PC schießt, die empfindliche Komponenten röstet.

Die Idee des Russen ist ebenso simpel wie hinterhältig: Er hat einen handelsüblichen USB-Stick ausgeweidet und mit Komponenten aus China in einen Elektroschocker für PCs umgebaut, berichtet das IT-Portal "The Register".

Herzstück des für PCs und Laptops tödlichen USB-Sticks sind ein invertierender Gleichstromwandler und einige Kondensatoren. Wird der Stick in den USB-Port gesteckt, sammelt er zunächst den aus dem Port in den Stick dringenden Strom, bis eine gewisse Negativspannung erreicht wird.

Stick schießt Strom in den PC, bis er kaputt ist
Sobald die kritische Spannung erreicht wurde, schießt ein Transistor den gesammelten Strom zurück in den USB-Port, von wo aus er sich auf das Motherboard ausbreitet und empfindliche Komponenten wie die CPU röstet.

Der Stick wiederholt den Vorgang automatisch so lang, bis er keinen Strom mehr erhält – also bis der PC das Zeitliche gesegnet hat. USB-Ports sind zwar gegen eindringende Stromschläge geschützt, gegen den invertierenden Gleichstromwandler sind sie aber offenbar unzureichend abgesichert.

Baupläne für den Stick bleiben unter Verschluss
Der russische Hacker hat die Baupläne für seinen Stick bewusst nicht veröffentlicht, lobt aber dessen Potenzial, nicht nur den USB-Port, sondern etliche Komponenten des Motherboards damit vernichten zu können. Bei Tests habe er so auf mehreren Systemen den Prozessor zerstört.

"Ich gehe jetzt nicht näher auf die Anwendungsszenarien ein, aber ein ehemaliger Kollege sagte, es sei wie eine Atombombe. Cool, wenn man sie hat, aber in der Praxis nicht anwendbar", schreibt "Dark Purple" in einem Blogeintrag zu seinem Werk.

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