Mo, 23. Oktober 2017

Fluchtweg versperrt

13.03.2015 09:14

Familie in Feuer gefangen: Retter half per Telefon

Dramatische Lebensrettung in Bad Schallerbach: Im Erdgeschoß eines Mehrparteienhauses brach Feuer aus, eine Mutter mit vier Kindern und die Oma waren im 1. Stock gefangen. Da brach Panik aus. Die 15-jährige Gizem wählte den Notruf. Feuerwehrmann Robert Kastner redete ihr zehn Minuten lang gut zu - und wurde so zum Lebensretter!

Robert Kastner (32) konnte im 50 Kilometer entfernten Linzer Landesfeuerwehrkommando das schreiende Mädchen so beruhigen, dass es die Adresse nannte. "Mein Kollege hat dann sofort die Alarmierung gestartet, und ich habe beschlossen, die Anruferin, die offensichtlich ein Kind war, in der Leitung zu halten", berichtet er.
Das war lebensrettend, denn so erfuhr der Feuerwehrmann im Laufe des Gesprächs, dass die Großmutter ins Dachgeschoß geflüchtet war und sich dort versteckte, er konnte diese wichtige Information an die herbeieilenden Feuerwehrkollegen weitergeben. Sie wurde rasch gefunden. "Aber sie hat sich nicht herausgetraut, deshalb haben wir sie mit der Fluchthaube geschützt und durchs verrauchte Stiegenhaus geleitet", so Feuerwehr-Einsatzleiter Bruno Roithmeier.

"Frau hat mich angerufen, dass es brennt"
Mutter Gülnur Cetin (34) und ihre Kinder Gizem (15), Irem (12), Kadir (10) und der fünfjährige Kenan konnten über die Drehleiter in Sicherheit gebracht werden. Familienvater Ilkay Cetin (39) war gerade zu Besuch bei seinem Cousin in Gallspach, als das Feuer in der Küche im Erdgeschoß, das derzeit unbewohnt ist, ausbrach und sich rasch ausbreitete. "Meine Frau hat mich angerufen, dass es brennt. Ich bin sofort nach Hause gefahren." Dort sah er Flammen und dichten Qualm aus den Fenstern dringen, half den Feuerwehrmännern, die Familie zu bergen. Zur Vorsorge mussten alle ins Spital, durften bis auf die Großmutter aber bald wieder heim.

Kripo ermittelt Brandursache
Wohnen können sie dort vorläufig nicht, weil alles verrußt ist. Die Gemeinde stellte aber rasch ein Ersatzquartier zur Verfügung. Brandermittler sind jetzt dabei, die Ursache für das Feuer zu eruieren, ebenso muss die Höhe des Sachschadens noch geklärt werden.

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