Di, 21. November 2017

21 Übertretungen

12.03.2015 21:49

HCB-Belastung im Blut: Experten müssen beraten

Vor acht Wochen wurden Blutproben von 131 Personen aus dem vom HCB-Skandal betroffenen Görtschitztal entnommen. Nun veröffentlichte das Land alle Ergebnisse: Bei 21 ist eine überhöhte Menge des Umweltgiftes nachgewiesen worden. Ein Expertengremium soll am Freitag über eine Risikoabschätzung beraten.

"Bei 21 Personen konnte eine höhere HCB-Belastung als bei 95 Prozent der österreichischen Bevölkerung festgestellt werden", so Umweltmediziner Hans Peter Hutter von der Med-Uni Wien.

"Keine voreiligen Schlüsse"
Wie hoch ein damit einhergehendes Gesundheitsrisiko sein könne, werde in einer Expertensitzung am Freitag ermittelt. Gesundheitsreferentin Beate Prettner: "Wir wollen keine voreiligen Schlüsse ziehen und die Menschen verunsichern, daher werden wir eine seriöse Risikoabschätzung ausarbeiten."

Den Betroffenen wurde unterdessen jedoch angeraten, keine HCB-belasteten Produkte zu essen. Medikamente, die den Abbau des Giftes im Körper beschleunigen, gebe es nämlich nicht.

"Unterstützung gehört ausgebaut"
Den Umweltmedizinern ist bei Gesprächen mit den Betroffenen aufgefallen, dass die Verzweiflung nach wie vor sehr groß ist: "Dabei dreht es sich nicht allein um die Ergebnisse der Blutproben. Die Betreuung und Unterstützung der Görtschitztaler Bevölkerung gehört ausgebaut. Die Menschen brauchen Perspektiven."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden