Sa, 18. November 2017

Kriminalstatistik

12.03.2015 17:24

Täglich 120 Straftaten, die Hälfte wird geklärt

Die Richtung stimmt! Zum zweiten Mal in Folge sank in Tirol im Vorjahr die Zahl der angezeigten Straftaten. Das zeigt die Kriminalstatistik 2014, die Donnerstag in Innsbruck präsentiert wurde. Insgesamt wurden 43.910 Delikte verzeichnet. Die Aufklärungsquote liegt bei 51,1 Prozent – bedeutet Rang drei im Österreich-Ranking.

2012 waren es hierzulande noch 46.470 angezeigte Straftaten, ein Jahr darauf dann "nur" mehr 44.916, im Vorjahr sank der Zahl der Delikte um weitere 2,2 Prozent auf 43.910. "Das ist der absolute Tiefstand in den vergangenen zehn Jahren", freut sich Landespolizeidirektor Helmut Tomac. In Tirol muss übrigens jeder zweite Ganove damit rechnen, erwischt zu werden. Die Aufklärungsquote lag 2014 bei 51,1 Prozent und damit deutlich über dem Österreich-Schnitt (43,1 %). Tirol belegt in diesem Ranking hinter Vorarlberg und Oberösterreich den dritten Rang.

Die wichtigsten Details im Überblick

  • Strafbare Handlungen gegen Leib und Leben: In dieser Rubrik wurden 8697 Anzeigen (-1,8 %) verzeichnet, davon unter anderem 3254 wegen vorsätzlicher Körperverletzung (-4,3 %). Schwere Körperverletzungen gab es 308 (-7,2 %), Tötungsdelikte insgesamt sechs – darunter der Fall "Lucile".
  • Strafhandlungen gegen fremdes Vermögen gab es im Vorjahr 25.880 (-1 %), darunter 12.919 Diebstähle (-0,9 %). "Eine Herausforderung waren auch die vielen Einbrüche", erklärt LKA-Chef Walter Pupp. Insgesamt wurden 3445 Fälle verzeichnet. Hinsichtlich Einbrüche in Firmen und Geschäfte stieg die Zahl um 10,3 Prozent, bei Wohnungs- und Hauseinbrüchen gab es ein Plus von 16,6 Prozent. Häufig hatten Diebe auch Lkw im Visier (+17,4 %). Stichwort: Tankkarten.
  • Bei den Raubdelikten gab es einen leichten Anstieg um drei Fälle auf insgesamt 95, wobei die Zahl der schweren Raubüberfälle (mit Waffe) um 11,1 Prozent sank. Ein deutliches Minus wurde unter anderem auch bei Betrugsdelikten (-14,3 %) sowie bei der Internetkriminalität (-22,3 %) verzeichnet.
  • Insgesamt wurden im Vorjahr in Tirol 25.737 Tatverdächtige angezeigt – davon 10.412 Ausländer. Auch die Flüchtlingsproblematik hielt die Polizei auf Trab. Insgesamt wurden 7106 Illegale (+78,6 %) erwischt, die meisten davon in Reisezügen. Zudem wurden 136 Schlepper angezeigt.
  • Hinsichtlich Suchtmittelmissbrauch wurden 3416 Delikte angezeigt. Dies sind um 410 Fälle weniger als im Vorjahr. Es gab 40 Festnahmen, in 21 Fällen wurde Untersuchungshaft verhängt.

Ein Drittel aller Anzeigen in Innsbruck

Ein Drittel aller im Vorjahr in Tirol angezeigten Straftaten wurden in Innsbruck begangen – nämlich genau 14.104 der insgesamt 43.910. Die Aufklärungsquote liegt knapp unter 50 Prozent. Große "Sorgenkinder" sind nach wie vor die Bereiche Suchtmittelkriminalität (1629 Anzeigen) und Illegale Prostitution (2560 Anzeigen). Weiteres heißes Thema: Betteln. "Insgesamt gab es 133 Anzeigen wegen illegaler Bettelei", betont Stadtpolizei-Chef Martin Kirchler. Das größte Plus wurde im Vorjahr bei Einbrüchen verzeichnet (26 %).

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