Mo, 18. Dezember 2017

Um 428.500 Euro

12.03.2015 12:36

Wilderer-Drama in NÖ: Verlassenschaft verkauft

Im Konkursverfahren um die Verlassenschaft des Wilderers und Amokläufers von Annaberg, Alois Huber, sind nun die Liegenschaft in Großpriel samt Gebäuden sowie Wald- und Wiesengrundstücke in Pöchlarn im Bezirk Melk an zwei Landwirte veräußert worden. Mit einem Gesamterlös von 428.500 Euro lagen die Kaufpreise um 6.800 Euro über dem Schätzwert aus dem Gutachten.

Bei den Käufern handle es sich um zwei ortsansässige Männer, sagte Masseverwalter Johann Huber. Die Liegenschaft in Großpriel sei an einen Nebenerwerbslandwirt gegangen. Auch die Waffen, die sich im Besitz des Wilderers befunden hatten, sind laut dem Masseverwalter mittlerweile veräußert worden. Er rechnete mit einem Abschluss des Konkursverfahrens in den kommenden Monaten.

Liegenschaften werden bis Mai übergeben
Laut Brigitte Dostal vom KSV1870 wurden die Verkäufe der Verlassenschaft in Großpriel und Pöchlarn bereits am 27. Jänner vom Gläubigerausschuss und dem Gericht in St. Pölten genehmigt. Die endgültige Übergabe der Liegenschaften soll bis spätestens Mai erfolgen. Nach Einschätzung von Dostal wird eine Konkursquote von sieben bis zehn Prozent zur Ausschüttung kommen.

Bei der Tagsatzung im Februar 2014 waren von den Gläubigern 7,4 Millionen Euro an Forderungen angemeldet worden, davon erkannte der Masseverwalter 3,8 Millionen an. Bei den Forderungen handelte es sich vorwiegend um Schadenersatzansprüche, die infolge der dem Mann zugeordneten Diebstähle und Brände entstanden waren. Hinzu kommen die Ansprüche der Hinterbliebenen der Opfer.

Drei Polizeibeamte und ein Sanitäter erschossen
Der 55-Jährige hatte am 17. September 2013 drei Polizeibeamte und einen Sanitäter erschossen. Danach verschanzte er sich auf seinem Hof in Großpriel, ehe er sich durch einen Kopfschuss tötete. Laut Polizeiabschlussbericht hatte der Wilderer seit 1994 vorwiegend in Niederösterreich und der Steiermark 108 Straftaten verübt. Der festgestellte Gesamtschaden beläuft sich auf rund zehn Millionen Euro.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden