Mo, 20. November 2017

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12.03.2015 12:07

Lander „Philae“ reagierte nicht auf ersten Weckruf

Der Landeroboter "Philae" auf dem fernen Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ("Tschuri") hat auf am Donnerstag gefunkte Weckrufe vorerst nicht geantwortet. Die Kommunikationseinheit der ESA-Raumsonde "Rosetta" sei um 2 Uhr früh eingeschaltet worden, die erste gute Möglichkeit für ein Signal von "Philae" sei drei Stunden später gewesen. "Es kam kein Signal", sagte eine Sprecherin des Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

"Philae" war Mitte November 2014 nach zehnjähriger Reise auf "Tschuri" gelandet - allerdings an einer schattigen Stelle. Der Lander hatte noch zahlreiche Daten senden können, war dann aber wegen Strommangels in den Winterschlaf gefallen. Das Mini-Labor muss daher auf mehr Sonnenlicht warten, um zu neuer Energie zu kommen. Inzwischen erreichen ihn wieder mehr Sonnenstrahlen, weshalb Forscher auf ein baldiges Erwachen des Geräts hoffen.

Für den Donnerstagnachmittag ist geplant, erste Kommandos zu "Philae" zu schicken. Sollte der Lander doch schon wieder aktiv sein, könnte er die Kommandos zur Optimierung seiner Energieströme umsetzen, heißt es.

Mehr Sonnenenergie als im November
Zurzeit erhält "Philae" laut DLR-Angaben etwa doppelt so viel Sonnenenergie wie noch im November. Der Komet und der Landeroboter seien nur noch 300 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. "Wahrscheinlich wird es trotzdem noch zu kalt für den Lander sein, um aufzuwachen - aber einen Versuch ist es wert", hatte DLR-Projektleiter Stephan Ulamec im Vorfeld erklärt.

Im Inneren des Landers muss es demnach wärmer als minus 45 Grad werden, bevor er erwachen kann. Es könne auch sein, dass der kühlschrankgroße Lander schon aus dem Winterschlaf aufgewacht ist, aber noch nicht genügend Kraft habe, sein Team auf der Erde darüber zu informieren, so Ulamec.

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