Di, 21. November 2017

IS-Terror

12.03.2015 10:21

Bombenanschlag in Kanada vereitelt

Die kanadischen Sicherheitskräfte haben nach Darstellung der Regierung einen islamistischen Terroranschlag auf den Finanzdistrikt von Toronto vereitelt. Ein 33-jähriger Pakistani sei am Montag festgenommen worden, erklärte der Minister für öffentliche Sicherheit, Steven Blaney, am Mittwoch in der Hauptstadt Ottawa.

Es handle sich um einen Anhänger des Islamischen Staates, "der eindeutig bereit war, einen Terrorangriff in Kanada zu verüben". Die Einwanderungsbehörde erklärte, der Mann habe einem verdeckten Ermittler von seinem Plan erzählt, ferngesteuerte Bomben vor der US-Vertretung und anderen Gebäuden in dem Stadtteil zu zünden.

Wegen Nordafrika-Reise ins Visier der Ermittler geraten
Der seit mehr als zehn Jahren in Kanada lebende Mann war den Beamten durch eine Nordafrika-Reise im Jahr 2013 aufgefallen. Anschließend sei verdeckt gegen ihn ermittelt worden, eine entsprechende Anklage wurde allerdings nicht erhoben. Stattdessen wird den Behörden zufolge eine Ausweisung geprüft.

Regierung will Geheimdienstbefugnisse ausweiten
Die konservative Regierung nannte die Festnahme einen Beleg dafür, dass ihre geplante Ausweitung der Geheimdienstbefugnisse zum Kampf gegen den Terrorismus nötig sei. Die Opposition und Rechtsexperten kritisieren die Vorlage als unnötig und einen Eingriff in die Bürgerrechte.

Im Herbst finden in Kanada Wahlen statt. Nach der Tötung von drei kanadischen Soldaten durch Islamisten im vergangenen Jahr dürften Sicherheitsfragen eine zentrale Rolle im Wahlkampf spielen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden