Mo, 18. Dezember 2017

Schnitt per Bescheid

11.03.2015 11:16

Heta: FMA will nicht mit Gläubigern verhandeln

Hiobsbotschaft für die Gläubiger der Hypo-"Bad Bank" Heta: Die Finanzmarktaufsicht teilte am Mittwoch mit, nicht über einen Schuldenschnitt verhandeln zu wollen. Nach bereits in Auftrag gegebenen neuen Bewertungen durch Wirtschaftsprüfer will die Aufsichtsbehörde errechnen, wie hoch der Haircut für die Verbindlichkeiten der Heta ausfallen muss. Der Schnitt werde je nach Schuldinstrument unterschiedlich ausfallen.

Die FMA als Abwicklungsbehörde werde auf Basis der Daten der neuen Überprüfung die Lücke feststellen und beziffern, sagten die FMA-Vorstände Klaus Kumpfmüller und Helmut Ettl. Daran werde die Gläubigerbeteiligung errechnet und mit Bescheid verfügt. "Wir verhandeln nicht mit Gläubigern", betonte Kumpfmüller.

Auch die staatliche "Bad Bank" Heta selbst darf nicht in Verhandlungen mit Gläubigern eintreten und auch keine Anleihen zurückkaufen. Die FMA begründet das mit dem Gebot der Gläubigergleichbehandlung. Kumpfmüller geht davon aus, dass die Finanzlücke unterhalb der im Heta-Asset-Screening errechneten Worst-Case-Summe von 7,6 Milliarden Euro liegen wird.

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