So, 17. Dezember 2017

Diagonale in Graz

06.03.2015 10:38

Kino "Made in Austria"

Die Vielfalt des österreichischen Films möchte Barbara Pichler von der Diagonale widergespiegelt wissen. Das vom 17. bis 22. März in den Grazer Kinos laufende Festival ist das letzte, das Pichler als Intendantin verantwortet. Zu sehen: Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Experimentalfilme, (fast) alles "Made in Austria".

Das Nebeneinander sei ihr wichtig, sagt Barbara Pichler, die große Bandbreite des österreichischen Kinos solle die Diagonale auch 2015 wieder präsentieren. "Wobei der Überblick auf einer strengen Auswahl basiert", wie Pichler betont. 97 Wettbewerbsfilme hat man schließlich zugelassen, vom großen Spielfilm bis zum kurzen Experimentalstreifen.

Neues von den Jungen und den Arrivierten
Die Diagonale ist nicht nur ein Mix der Genres, sondern auch der Generationen. Zu sehen sind Spielfilmdebüts von jungen Regisseuren ebenso wie Filme alter Regie-Hasen, wie dem daueraufgeregten Peter Kern (der in "Der letzte Sommer der Reichen" den Kapitalismus geißelt) oder den stillen Bilddichter Peter Schreiner (mit "Lampedusa"). Besonders freut sich die Intendantin auf die neuen Filme der Jungen. Auf "Parabellum", in dem Lukas Valenta Ritter eine Mittelklasse-Gesellschaft im paramilitärischen Camp ausflippen lässt. Und auf den Liebesfilm "Ma Folie" von Andrina Mracnikar, der auch Fragen der Wahrnehmung thematisiert.

Zusätzlich zu den Wettbewerbsfilmen kommt der Jahresrückblick, bei dem die künstlerisch interessantesten Kinofilme der letzten Monate gezeigt werden (z. B. "Ich seh, ich seh" oder "Das ewige Leben"). Die historischen Sonderleisten widmen sich unter anderem der "Vertriebenen Avantgarde" und dem heute nur Spezialisten bekannten Dokumentarfilmer Alfred Kaiser. Dem Dokumentaristen Nikolaus Geyrhalter widmet man eine Personale.

In memoriam Florian Flicker und Michael Glawogger
Der Tod zweier überragender österreichischer Regisseure 2014 ist der traurige Anlass für ein in memoriam. Sowohl Michael Glawogger als auch Florian Flicker werden mit Screenings gewürdigt, wobei sich bei Flicker vielleicht ein anderer Film als der nur mittelmäßige "Suzie Washington" angeboten hätte.

Die Diagonale startet am 17. März mit dem Eröffnungsfilm "Superwelt" von Karl Markovics. Volles Programm gibt es vom 18. bis 21. März in KIZ Royal, Schubertkino 1 und 2, UCI Annenhof 5 und 6 sowie, last, but not least, dem Rechbauer. Alle Infos zu den Spielzeiten, zu den Filmen und zu Karten gibt es hier.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden