Fr, 24. November 2017

0-400 km/h < 20 s

05.03.2015 19:46

Koenigsegg Regera: 734 + 1.115 PS, kein Getriebe

Christian von Koenigsegg ist bekannt für seinen Anspruch, mit seiner feinen Autoschmiede die schnellsten Hypercars der Welt zu bauen, auf der Straße wie auf der Rennstrecke. Der neueste Streich des Schweden, der Koenigsegg Regera, ist mehr als nur schnell, sondern auch für diese Fahrzeugkategorie außergewöhnlich. Nicht nur wegen seiner Leistung von 734 plus 1.115 PS, sondern weil er auf ein klassisches Getriebe komplett verzichtet.

Die Beschleunigungswerte des stärksten Serienautos der Welt sind beeindruckend: Tempo 400 soll in weniger als 20 Sekunden erreicht sein. Der Standardsprint dauert 2,8 Sekunden, maximal läuft der Schwede rund 410 km/h.

Eigentlich mag Christian von Koenigsegg keine Hybrid-Antriebe, z.B. weil er den Nutzen gegenüber dem Mehrgewicht zu gering findet. Und doch ist der Regera ein Plug-in-Hybrid mit drei Elektromotoren und einem Verbrenner. Er schafft sogar eine rein elektrische Reichweite von 50 km. Doch das ist hier nur eine Randbemerkung.

Schwedischer Regent mit vier Motoren
Die drei E-Maschinen des Koenigsegg Regera (das ist Schwedisch für "regieren") leisten zusammen 734 PS (insgesamt 820 Nm), der Fünfliter-BiTurbo-V8, der auch den Agera RS antreibt, kommt hier auf 1.115 PS und bis zu 1.280 Nm. Zwar kann man die Leistung der Triebwerke nicht addieren, aber unterm Strich bleibt eine Systemleistung von beeindruckenden 1.500 PS übrig, die über die Hinterräder herfallen. Die Vorderräder haben mit dem Antrieb nichts zu tun.

Zwei der Elektromotoren (mit 260 Nm/180 kW) sitzen an den Rädern, der dritte (300 Nm/160 kW) ist an der Kurbelwelle montiert. Die Kraftbalance ist so gestaltet, dass der Regera ohne variable Übersetzung auskommt, also weder ein Schaltgetriebe noch eine wie auch immer geartete Automatik oder ein CVT.

Das ist höchst ungewöhnlich, denn bisher verzichten nur reine Elektroautos auf ein Getriebe. "Koenigsegg Direct Drive Transmission" heißt das von Koenigsegg erfundene System. Vorteil dieses "KDD" ist, dass es Kraftverluste im Antriebsstrang im Vergleich zu klassischen Getrieben um die Hälfte reduziert, sagt Koenigsegg. Und natürlich bedeutet es eine extreme Gewichtsersparnis. So wiegt der Regera mitsamt dem kompletten KDD-Antriebsstrang nur 88 kg mehr, als wenn er auf den zusätzlichen Elektroantrieb verzichten und stattdessen ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes verwenden würde. Und das hält auch Christian von Koenigseggs kritischer Einstellung zum Thema Hybridantrieb stand.

Der Regera bringt ein Trockengewicht von nur 1.420 kg auf die Waage; vollgetankt und fahrbereit sind es 1.628 kg ohne Fahrer. 115 kg davon entfallen auf die 620-Volt-Batterien, die eine Kapazität von 9,27 kWh aufweisen. Beim Beschleunigen geben sie bis zu 500 kW ab, beim Rekuperieren nehmen sie bis zu 150 kW auf. Sie befinden sich im Carbon-Aramid-Tunnel in der Mitte des Fahrzeugs.

80 Exemplare des Regera sollen maximal gebaut werden - zu einem Preis von über 2 Millionen Euro.

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