Mi, 22. November 2017

Hypo-Fiasko

05.03.2015 18:11

Landesweiter Abwehrkampf gegen die Pleite

Die Regierung, die Sozialpartner, Juristen und Wirtschaftsexperten sollen jetzt in einem landesweiten Abwehrkampf und Schulterschluss das allerschlimmste Szenario des Heta/Hypo-Milliardenfiaskos abwenden: die Pleite Kärntens! Mit verheerenden Folgen für das Land und seine Menschen.

Die akuteste Bedrohung liefert eine 99-Millionen-Haftung im Zuge des Hypo-Verbundes. Aber: Erster Haftungsträger ist nicht das Land, es sind die Mitglieder der österreichischen Pfandbriefstelle, und damit droht der Anadi Bank (Nachfolgeinstitut der Hypo) die Zahlung. Daher fasste die Landesregierung den Beschluss, für die Summe aufzukommen, sollte die Anadi Bank nicht zahlen können.

"Kindergärten und Spitäler schützen"
Dann gibt es noch Haftungen aus der Hypo-Katastrophe, die das Landesbudget (2,2 Milliarden Euro) um das Fünf- bis Sechsfache überschreiten. Hier versucht LH Peter Kaiser den Schulterschluss mit den Oppositionsparteien und den Sozialpartnern. Kaiser: "Szenarien bis hin zur Insolvenz bedrohen unser Land!"

Daher soll ein Krisenteam alle Varianten durchspielen. Kaiser, Finanzreferentin Gaby Schaunig, die Landesräte Christian Benger und Rolf Holub in düsteren Ausblicken: "Wir müssen Kindergärten, Schulen und Spitäler schützen!"

Für die Opposition fordern die Landesräte Gerhard Köfer und Christian Ragger volle Transparenz. Wobei sich Köfer gegenüber Finanzminister Hans-Jörg Schelling im Ton vergriff: Er bezeichnete ihn als "gevieften Teppichhändler".

Unter dem Strich: Die Suche nach einem Ende mit Schrecken geht weiter.

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