Do, 23. November 2017

„Krone“-Interview

05.03.2015 15:41

Vettel: „Vertraue am meisten meinem Po!“

Sebastian Vettel sprach vor dem WM-Auftakt mit der "Krone" über sein Italienisch, Ferrari, Mercedes und sein schwarzes Buch.

"Krone": Sebastian, du lernst ja fleißig. Wie ist denn dein Italienisch inzwischen?
Sebastian Vettel: Als Deutscher will man ja immer alles richtig machen. Da schämt man sich gleich, wenn man etwas Falsches sagt. Aber ich versuche fleißig, mein Italienisch aufzustocken. Verstehen kann ich schon recht viel, nur mit dem Sprechen hapert’s noch ein wenig. Aber auch das Hessisch meiner Mechaniker hält sich noch in Grenzen…

"Krone": Was ist denn der größte Unterschied zu Red Bull?
Vettel: Bei Ferrari wird viel mit den Händen gesprochen! Es ist einfach ein funktionierendes Team – und die Stimmung ist gut. Viele Leute sind im Winter gegangen, viele dazugekommen. Jetzt geht alles Schritt für Schritt. Am schönsten ist dieser Stolz zur Marke Ferrari – der ist immer spürbar! Ein Unterschied zu Red Bull ist aber auch, dass bei Ferrari alles unter einem Dach ist – das ist ein großer Vorteil.

"Krone": Die Testfahrten sind ja nicht schlecht gelaufen. Was ist denn beim WM-Start in einer Woche in Melbourne schon möglich?
Vettel: Manche Dinge laufen schon gut, manche müssen noch verbessert werden. Unschlagbar ist ja keiner. Aber Mercedes hat schon einen großen Vorsprung. Das wird am Anfang auch sicher so bleiben. Aber es sieht so aus, als hätten die anderen aufgeschlossen. Unser Auto fühlt sich gut an, die Rundenzeiten waren auch in Ordnung. Ferrari hat schon einen Schritt nach vorne gemacht. Dieses Auto ist besser als das vom letzten Jahr.

"Krone": Wie macht man das Auto schneller?
Vettel: Ich vertraue am meisten meinem Po, wenn man ein Auto verbessern will.

"Krone": Welche Hausaufgaben müsst ihr bis nächste Woche noch machen?
Vettel: Wir arbeiten daran, alle Daten, die wir beim Test gesammelt haben, auszuwerten. Jetzt ist ja so viel Technik im Auto, das muss alles gecheckt werden und die Leistung gesteigert werden.

"Krone": Du hast jetzt immer ein schwarzes Notizbuch dabei. Was schreibst du dir auf?
Vettel: Viel! Das musste man ja auch in der Schule machen, damit man sich etwas merkt. Vielleicht bin ich da auch nicht der Cleverste, aber ich brauch' das einfach, es hilft mir sehr, damit ich mir Neues auch wirklich merke.

"Krone": Wie läuft denn bisher die Zusammenarbeit mit deinem Freund Kimi Räikkönen?
Vettel: Es heißt ja, er sei schwierig oder sperrig. Weder das eine noch das andere. Er war einer der wenigen, die mich von Anfang an mit Respekt behandelt haben. Okay, er redet wenig, aber er ist sehr ehrlich, und das schätze ich sehr an ihm. Sollten wir mal aneinandergeraten, werden wir erwachsen genug sein, damit umgehen zu können.

"Krone": Dein Boss, Sergio Marchionne, hat gesagt, 2018 erwartet er den WM-Titel! Was meinst du?
Vettel: Ich hoffe doch, dass das vorher passiert. Den meisten Druck mache ich mir selbst!

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