Mi, 22. November 2017

Auch in der Ukraine

05.03.2015 10:58

Russland begann Manöver mit über 2.000 Soldaten

Das russische Militär hat ein Großmanöver gestartet, in dem auch die von Moskau annektierte Krim einbezogen ist. Die Flugabwehrübungen mit mehr als 2.000 Soldaten würden bis zum 10. April andauern, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag in Moskau mit.

Die Gefechtsübungen seien vor allem im Süden Russlands sowie im Nordkaukasus-Distrikt geplant. Eingebunden seien neben der Halbinsel Krim auch Militärstützpunkte in Armenien und Georgien.

NATO schickte Flotte ins Schwarze Meer
Auch die NATO startete Manöver in der Nähe der Ukraine. Das westliche Militärbündnis sandte eine Flotte ins Schwarze Meer, die mit Schiffen der bulgarischen, rumänischen und türkischen Marine mit Übungen begann. Der regulär geplante Einsatz solle eine Botschaft der Beruhigung an die Verbündeten in der Region senden, sagte ein NATO-Sprecher. Geübt werden solle unter anderem die Abwehr von Angriffen aus der Luft sowie durch U-Boote oder kleine Schiffe.

Die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland sind wegen der Ukraine-Krise angespannt. Dort gilt seit Februar eine Waffenruhe, die jedoch brüchig ist. Russland wirft dem Westen vor, seinen Einflussbereich auch auf die Ukraine ausdehnen zu wollen, und warnt vor einer Mitgliedschaft des Landes in der NATO. Aus Sicht der EU und der USA stellt sich Russland gegen den Wunsch der Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung nach einer Westorientierung.

Ukrainisches Militär zog schwere Geschütze ab
Während Russland und die NATO Manöver abhalten, hat das ukrainische Militär indes nach eigenen Angaben weitere schwere Geschütze von der Front im Konfliktgebiet Donbass zurückgezogen. Haubitzen vom Typ Akazie mit einem Kaliber von 152 Millimetern seien entfernt worden, sagte Armeesprecher Anatoli Stelmach am Donnerstag in Kiew.

Weitere Kriegstechnik werde in Kürze abgezogen, kündigte die Militärführung an. Stelmach warf den Aufständischen erneut Dutzende Verstöße gegen die Waffenruhe vor, die formell seit dem 15. Februar in den Gebieten Donezk und Lugansk gilt.

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