Fr, 15. Dezember 2017

Naturschützer empört

05.03.2015 10:14

Jahrhundertealte Eiche fiel Motorsäge zum Opfer

Große Aufregung um eine steinalte Eiche in Purgstall-Petzelsdorf im Bezirk Scheibbs: Nach einem Sturmschaden wurde der eigentlich unter Naturschutz stehende Baum mit Segen der Behörden einfach gefällt. Kritiker sehen darin einen Umweltskandal, denn die Eiche wäre ihrer Meinung nach sehr wohl zu retten gewesen.

"Der Baum war ein Naturdenkmal, mehrere hundert Jahre alt und per Bescheid aus dem Jahr 1950 deshalb auch ganz besonders geschützt", erklärt Anrainer Ernst Hüttinger. Kürzlich aber wurde die mächtige Eiche durch einen Sturm schwer in Mitleidenschaft gezogen, Äste waren weggebrochen. "Der Bauer, auf dessen Grundstück der Baum stand, sicherte den Bereich korrekt ab. Dann kam ein Experte und begutachtete den Schaden", berichtet Hüttinger. Danach sei alles Schlag auf Schlag gegangen: "Die Expertise war relativ schwammig formuliert, daraufhin hat die Behörde den besonderen Schutz der Eiche aufgehoben." Kurz darauf habe sie der Grundstückseigentümer dann aus "Sicherheitsgründen" mit dem Segen der Bezirkshauptmannschaft gefällt. "Der eigentliche Skandal ist, dass die Beamten es sich hier zu leicht gemacht haben. Der Baum wäre sicherlich zu retten gewesen", sind Hüttinger und seine Mitstreiter überzeugt.

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