Do, 23. November 2017

Affäre mit Biografin

03.03.2015 20:37

Ex-CIA-Chef Petraeus vermied peinlichen Prozess

Ex-CIA-Chef David Petraeus hat sich im Streit mit dem Justizministerium in Washington geeinigt und so einen für ihn peinlichen Prozess vermieden. Dem früheren General, der für seine Erfolge in Afghanistan und im Irak gefeiert worden war, hätte im schlimmsten Fall sogar das Gefängnis gedroht. Jetzt muss er 40.000 Dollar (rund 35.600 Euro) Strafe zahlen. Das geht aus den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Akten des Justizministeriums hervor.

In dem Streit ging es um die Weitergabe geheimer Informationen an seine Biografin - die zu der Zeit auch seine Geliebte war. Paula Broadwell, eine frühere Reserveoffizierin, hatte 2011 eine Biografie über den Vier-Sterne-General geschrieben. Dafür hatte der CIA-Chef sie in streng vertrauliche Akten und E-Mails schauen lassen.

Der Skandal war ins Rollen gekommen, als eine Bekannte von Petraeus das FBI einschaltete, nachdem sie anonyme Drohmails erhalten hatte. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass die E-Mails an die Arztgattin Jill Kelley von der offensichtlich eifersüchtigen Broadwell stammten.

Auch Afghanistan-Oberbefehlshaber in Affäre involviert
Die Affäre weitete sich aus, als das FBI auch auf einen "möglicherweise unangemessenen" E-Mail-Austausch zwischen Kelley und dem damaligen Afghanistan-Oberbefehlshaber John Allen stieß. Das US-Verteidigungsministerium entlastete Allen in einer Untersuchung später aber vollständig.

Der heute 62-jährige Petraeus hatte den Posten als CIA-Direktor wegen der Affäre im November 2012, an Broadwells 40. Geburtstag, nach nur gut einem Jahr verloren.

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