Do, 23. November 2017

„Total unerfahren“

03.03.2015 19:51

Lawine riss Australierin (27) in den Tod

Ein tragisches Ende nahm Dienstag ein leichtsinniger Ausflug ins freie Gelände für vier australische Snowboarder in St. Anton. Das Quartett löste am Hinteren Rendl eine Lawine aus und wurde in der Folge rund 500 Meter mitgerissen. Für eine Frau (27) kam jede Hilfe zu spät – ein 30-Jähriger erlitt schwere Verletzungen. Die beiden anderen kamen mit dem Schrecken davon.

Das Unglück ereignete sich Dienstag gegen 12.30 Uhr am Hinteren Rendl in etwa 2300 Metern Seehöhe. Trotz erheblicher Lawinengefahr fuhren die vier Snowboarder aus Australien ins freie Gelände ein und lösten dabei die Schneemassen aus. "Die Wintersportler wurden dann etwa 400 bis 500 Meter durch teils felsiges Gelände mitgerissen. Verschüttet wurde aber keiner von ihnen", erklärt Bruno Falch von der Polizei St. Anton gegenüber der "Krone".

Für 27-Jährige kam jede Hilfe zu spät

Dennoch: Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war eine 27-Jährige bereits tot – alle Reanimationsversuche blieben erfolglos. Einer ihrer Begleiter (30) erlitt schwere Verletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen. Die beiden anderen blieben unverletzt.

Bereits elftes Lawinentodesopfer im heurigen Winter

Es ist in diesem Winter bereits das elfte Lawinentodesopfer auf Tirols Bergen. Und wieder einmal war Leichtsinn im Spiel. "Die vier Australier waren total unerfahren und hatten überhaupt keine Lawinenausrüstung dabei", betont Falch abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden