Di, 17. Oktober 2017

MWC in Barcelona

03.03.2015 16:05

Blackberry: „Unser Geschäft ist jetzt Software“

Der mit Absatzproblemen kämpfende kanadische Smartphone-Pionier Blackberry will sich auf Softwarelösungen und Apps ausrichten. "Wir fokussieren uns darauf, Geschäft mit Software zu machen", sagte Blackberry-Chef John Chen am Dienstag auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona. "Und wir wollen dafür sorgen, dass unsere Software mit allen Geräten funktioniert."

Damit meine er nicht nur die Verwaltung von Smartphones verschiedener Anbieter in Unternehmen, sondern auch Anwendungen für alle Arten vernetzter Technik von Verkaufsautomaten bis hin zu Reiskochern, betonte Chen. "Alles, was eine IP-Adresse hat, wollen wir managen."

Die Sanierung von Blackberry komme schneller voran als geplant, sagte Chen. Die Umsatzentwicklung sei nach der Talfahrt der vergangenen Jahre stabilisiert worden, jetzt werde Blackberry auch die Gewinne steigern. "Ich habe nicht sehr viel Geduld. Es ist zwar ein Fünfjahresplan - aber einer, in dem wir jedes Jahr Geld verdienen", sagte Chen.

Fokus auf Unternehmenskunden
Blackberry war einst ein führender Player im Smartphone-Geschäft, verlor aber nach dem Start des iPhone den Anschluss an Rivalen wie Apple und Samsung. Der teure Flop eines Touchscreen-Modells vor zwei Jahren stürzte den kanadischen Konzern in eine tiefe Krise. Chen übernahm die Führung vor knapp eineinhalb Jahren und stoppte den freien Fall mit einem stärkeren Fokus auf Unternehmenskunden. Der Smartphone-Absatz fiel im vergangenen Jahr jedoch weiter um gut zwei Drittel. Der Marktanteil lag nur noch bei 0,4 Prozent.

"Jedes Jahr ein innovatives Modell"
Trotz der Absatzprobleme werde Blackberry an dem Smartphone-Geschäft festhalten, betonte der zuständige Manager Ketan Kamdar. "Wir wollen ein profitables Wachstum." Solange das Geschäft einen Gewinn abwerfe, seien die Marktanteile zweitrangig.

In Barcelona kündigte Blackberry einen neuen Anlauf im Smartphone-Geschäft mit vier neuen Geräten an. Darunter sind das Touchscreen-Modell Leap, das 275 Dollar (245 Euro) kosten soll, sowie ein Modell mit ausziehbarer Tastatur. Das Ziel sei, jedes Jahr ein innovatives Modell herauszubringen, hieß es.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden