Di, 21. November 2017

Neues Album

04.03.2015 17:00

In Pop-Queen Madonna pocht das „Rebel Heart“

Madonna bringt ihr 13. Studioalbum "Rebel Heart" heraus - und es ist mit 19 Songs prall gefüllt. Damit sich keine Monotonie im Sound einschleicht, hat die Pop-Queen auf zahlreiche Produzenten gesetzt. "Sie muss laut abgespielt werden", sagte die 57-Jährige in einem Interview über die optimale Hörweise der Platte.

"Ich mag dieses Gefühl, wie wenn man einen Tritt in den Bauch bekommt, wenn ich Musik abspiele oder selbst mache", präzisierte Madonna im Gespräch mit dem britischen Magazin "Mojo". Für den richtigen Kick im Studio sorgten kreative Partner wie die Stars Kanye West und Nicki Minaj, aber auch eher unerwartete Produzenten wie Dahi und Blood Diamonds. "Ich finde sie komplex, interessant und ungewöhnlich", begründete die Diva ihre Wahl.

"Künstlerische Vergewaltigung"
Madonna hatte zwei Tage vor Weihnachten notgedrungen vorzeitig sechs eigentlich noch unfertige Songs ihres neuen Albums zum Download freigegeben, nachdem die Lieder illegal im Netz verbreitet worden waren. Die empörte Sängerin sprach von einer "künstlerischen Vergewaltigung", die ihr widerfahren sei. Nun bekommt man das komplette, durchwegs bekömmliche Menü.

Stillstand ist der Tod der Kreativität: Madonna hat sich in ihrer Karriere mehrmals neu erfunden. Gab es demnach bei der Konzeption von "Rebel Heart" einen Masterplan? "Ich hatte keine spezielle Vorstellung, außer dass ich die Dualität meiner Persönlichkeit - abtrünnig auf der einen, romantisch auf der anderen Seite - erforschen wollte. Und ich wollte gute Songs schreiben", betonte die Sängerin im Interview. "Sogar 'Bitch, I'm Madonna' könnte ich zu einer akustischen Gitarre singen."

Experimente im Sound
Die Endversion dieses Tracks zeigt, dass Madonna als Straßensängerin mit akustischer Klampfe Theorie bleibt. Dafür sorgen nicht zuletzt ihre Produzenten. Sie sind es, die Madonnas Kompositionen "auseinandernehmen" und in "etwas Neues" verwandeln, wie das US-Star "Mojo" gegenüber erklärte. Im Falle des großartigen "Bitch, I'm Madonna" hat etwa der Produzent Diplo mit der Experimental-Elektronikerin Sophie aus London das passende Gewand für Madonna und Vocal-Partnerin Nicki Minaj geschneidert. Viele Mitwirkende (u.a. Avicii) haben auf "Rebel Heart" Farbtupfer hinterlassen, dennoch klingt die Platte durch und durch nach Madonna.

Der Albumtitel "Rebel Heart" passt gut zu Madonna. Für ihren Mut, nicht den bequemen Weg zu gehen, musste sie auch wiederholt harsche Kritik einstecken. "Wenn Leute nach etwas Schlechtem suchen, finden sie es auch", sieht es Madonna nüchtern. "Wir leben in einer fundamentalistischen, schriftgläubigen Gesellschaft, wo es einfach keine Dualität mehr gibt. Niemand versteht Ironie. Niemand hat einen Sinn für Humor. Dinge haben keine Komplexität mehr. Alles ist nur oberflächlich."

Rebell mit Weitsicht
Madonna aber weiß selbst: "Man kann kein Rebell sein, ohne bereit zu sein, die Konsequenzen auf sich zu nehmen. Wie Michael Moore gesagt hat: 'Du kannst dein Kinn nicht nach vorne recken, ohne einen Schlag zu erwarten.'" Die Sängerin ist ab Herbst auch auf einer Europatournee zu erleben, ein Österreich-Termin ist vorerst allerdings nicht dabei.

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