Mo, 20. November 2017

Angeblich Notwehr

03.03.2015 09:16

Retriever erschossen: Bericht geht an Staatsanwalt

Dieser Fall hat für Aufsehen gesorgt: Beim Spaziergang erschießt ein Polizist in Zivil den Golden Retriever einer Frau, weil der Hund den Dackel seiner Mutter angefallen habe. Sowohl die geschockte Tierbesitzerin als auch der Beamte wurden bereits einvernommen. Der Bericht ist auf dem Weg zur Staatsanwaltschaft.

Die Vorgeschichte ist bekannt: Ein Polizist aus Niederösterreich, der in Wien seinen Dienst versieht, war zu Besuch bei seiner Mutter im Burgenland. Mit einem Dackel und einem Schoßhündchen gingen die beiden in Unterloisdorf spazieren – und trafen auf eine Frau mit zwei Hunden.

Schütze will aus Notwehr gehandelt haben
Einer davon, Golden Retriever "Felix", soll sich losgerissen und in den Dackel verbissen haben. Der Beamte gab vier Schüsse aus seiner Privatwaffe ab, streckte Felix nieder. Der Schütze bleibt bei seiner Version: Er habe Angst um seine Mutter gehabt, da der Golden Retriever extrem aggressiv gewesen sei. Fest steht: Der Polizist besitzt einen Waffenschein und ist berechtigt, seine Glock 20 zu tragen.

Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungsbericht
Offen bleibt aber die Frage, ob es nötig war, den Golden Retriever zu töten und womöglich sogar die Besitzerin in Gefahr zu bringen. Die Ermittlungen sind jedenfalls abgeschlossen. "Sobald der Bericht eingelangt ist, wird der Sachverhalt geprüft", heißt es von der Staatsanwaltschaft in Eisenstadt. Dann entscheidet sich, ob es zu einem Verfahren kommt.

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