Do, 14. Dezember 2017

Leistung & Luxus

03.03.2015 00:52

VW-Konzern-Macht-Parade mit dicker Überraschung

Auch wenn Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn auf der "Group Night in Genf eine Lanze für autonomes Fahren samt Protagonisten wie Apple & Co gebrochen hat - die präsentierten Autos sind überwiegend etwas für Selbst- und Gernfahrer. Die Faszination an der motorisierten Fortbewegung wird richtig hochgehalten. Top-Überraschung des Abends war der Vorreiter einer neuen Sportwagenbaureihe bei Bentley.

EXP 10 Speed 6 heißt der Zweisitzer, dessen herrliche Linie an Aston Martin oder entfernt sogar an einen E-Type erinnert. Zwar handelt es sich nur um eine Studie, aber es ist mehr als das, sagt Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer: "Eine fette Vision für eine Marke mit einer fetten Zukunft, der Inbegriff des luxuriösen, zweisitzigen Sportwagens, der eine neue Modelllinie neben dem Continental GT (der auch in seiner neuen Version gezeigt wurde, Anm.) begründet." Klingt nicht nach Serienproduktion nächstes Jahr, aber vielleicht doch ein wenig später.

Auch ein Wegweiser in eine sportliche Zukunft ist VWs Sport Coupé Concept GTE. Die Studie mit ihrem aufregenden Design ist ein Ausblick auf das kommende viertürige Passat-"Coupé", das sich zwischen der Passat-Limousine und dem Phaeton einreihen wird. Natürlich ist das Showcar ein Plug-in-Hybrid, jedoch steht der Fahrspaß im Vordergrund: 380 PS Systemleistung werden per Allradantrieb in die Straße eingearbeitet. Die Studie ist 4,87 m lang und hat wie der neue Skoda Superb eine große Heckklappe. Darunter passen 480 Liter Gepäck.

Seat läuft langsam, aber sicher zu Höchstform auf. Am Vorabend des Genfer Autosalons haben die Spanier die Studie eines sportlichen SUVs gezeigt, das über dem Kompakt-SUV stehen soll, das für 2016 bereits angekündigt ist. Das Concept Car 20V20 (man soll das "Vision Veinte veinte" sprechen) ist mit 4,66 m exakt so lang wie ein BMW X3. Der Name verweist auf einen "Fünf-Jahres-Horizont sowohl für die künftige Designsprache wie auch für die Positionierung unserer Marke für jung denkende Kunden", sagt Seat-Chef Jürgen Stackmann.

Lamborghini schöpft aus dem Vollen und legt eine Superveloce-Version des Aventador auf. 50 PS mehr, 50 kg weniger - macht 750 PS und bei 1.525 kg (trocken) ein Leistungsgewicht von rund 2 kg pro PS. Das maximale Drehmoment des 6,5-Liter-V12 beträgt 690 Nm bei 5.500/min. 2,8 Sekunden geben die Italiener für den Standardsprint auf 100 km/h an, 30 Meter für die anschließende Voillbremsung.

Nicht fehlen darf bei der PS-Parade natürlich der neue Audi R8, der 15 Prozent leichter als sein Vorgänger ist, aber dennoch eine um 40 Prozent steifere Karosserie. Er verzichtet weiterhin auf jegliche Aufladung. Sein V10-Motor leistet bis zu 610 PS.

Außerdem zeigte Audi erstmals seine Flaggschiffstudie Prologue Avant, die mit 5,11 m Länge und 1,97 m Breite ein fettes Statement setzt. So darf ein künftiger Audi A9 gerne ausschauen.

Porsche präsentierte den Cayman GT4, eine "Kreuzung aus Cayman und 911 GT3", wie es hieß. Es ist eine supersportliche Version von Porsches Mittelmotor-Sportwagen mit dem Motor aus dem 911 S, der hier aber nur 385 PS leistet. Komponenten stammen vom 911 S und vom GT3.

Darüber hinaus umfasste das Schaulaufen auch den neuen Skoda Superb (über den wir bereits ausführlich berichtet haben), den neuen VW Touran sowie den Caddy, auch Ducati durfte sich mit der Multistrada beteiligen. MAN und Scania blieben der Veranstaltung des zwölf Marken umfassenden Konzerns jedoch fern.

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