So, 17. Dezember 2017

Mercedes-Boss warnt

02.03.2015 16:44

Lauda: "Ferrari hat sich um 1 Sekunde verbessert"

Trotz der eindrucksvollen Vorstellung von Mercedes bei den abschließenden Tests in Spanien glaubt Teamaufsichtsratschef Niki Lauda in der Formel-1-WM nicht an eine Solofahrt der Silberpfeile. "Das wird eine richtig interessante Saison, in der es nicht mehr nur um Mercedes gehen wird", meinte der dreifache Weltmeister. "Die Dominanz wird bröckeln." Nach den Testeindrücken seien Williams und Ferrari die ersten Herausforderer. Ferrari habe sich laut Lauda im Vergleich zum Vorjahr um über eine Sekunde verbessert. Dazu weht mit Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel ein frischer Wind. "Für sie läuft es gut!"

Durch Lewis Hamilton und Nico Rosberg konnte Mercedes im Vorjahr 16 von 19 Rennen gewinnen. Laudas vorrangiges Ziel ist eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Konstrukteurs-WM. "Die Fahrer-WM wird wahrscheinlich nicht mehr alleine zwischen Lewis und Nico entschieden. Da wird ein Dritter oder ein Vierter mitmischen", vermutete der Wiener.

"Die Favoritenrolle ist an uns vergeben"
Allgemein rät Lauda dazu, die Übungsfahrten zwei Wochen vor Saisonstart in Australien mit Vorsicht zu genießen. "Ich glaube erst die Dinge, die ich in Melbourne sehe", sagte die Mercedes-Führungskraft. "Die Favoritenrolle ist an uns vergeben, da kann man eigentlich nur verlieren." Bei den Tests zeigte sich der Silberpfeil, der 2015 wie die Konkurrenz mit vier statt bisher fünf Triebwerken auskommen muss, aber zuverlässig. Lauda: "Wir haben viele Kilometer abgespult. Wie es aussieht, sind wir gut vorbereitet."

Neuer Vertrag für Hamilton? "Wir haben kein Zeitlimit!"
Das gilt auch für die angestrebte Verlängerung mit Weltmeister Hamilton. Der Brite steht nur noch bis Jahresende unter Vertrag, Lauda sieht sein Team diesbezüglich aber nicht unter Druck. "Wir wollen, er will. Es ist nur eine Frage, wann wir es machen", erklärte der Österreicher. "Wir haben kein Zeitlimit. Jeder glaubt, dass wir jetzt einen Vertrag machen müssen. Danach kann man vielleicht am 25. Dezember fragen, aber jetzt ist es sinnlos."

Mehr Gedanken macht sich Lauda schon über die Zukunft der Formel 1, die in einigen Kernmärkten mit sinkendem Interesse zu kämpfen hat. "Die Probleme sind alle hausgemacht", meinte der 66-Jährige. "So wie die Formel 1 derzeit aufgestellt ist, bin ich aber zufrieden." Man dürfe nicht alles schlechtreden. Mit der Motorenentwicklung sei etwa die Lautstärke erhöht worden. "Es geht in die richtige Richtung. Jetzt geht es darum, dass auch die Rennpromoter ihre Sache gut machen."

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