Mo, 20. November 2017

Terror in Nigeria

02.03.2015 12:40

Mob lynchte mutmaßliche Selbstmordattentäterin

Keine Atempause im Terror-Krieg der Extremistengruppe Boko Haram in Nigeria: Nach den jüngsten Selbstmordanschlägen, bei denen u.a. ein erst sieben Jahre altes Mädchen fünf Menschen mit in den Tod riss, hat eine aufgebrachte Menge jetzt eine mögliche Selbstmordattentäterin brutal getötet. Die Frau hatte sich am Eingang zu einem Markt geweigert, sich von Sicherheitskräften durchsuchen zu lassen. Als ihr dann zwei verdächtige Flaschen abgenommen wurden, sei sie laut Medienberichten von dem Mob gelyncht worden.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in der Stadt Bauchi im Nordosten des Landes. Nachdem die Frau eine Leibesvisitation zunächst verweigert hatte, seien unter ihrem Gewand zwei an ihrem Körper befestigte Flaschen mit einer unbekannten Flüssigkeit entdeckt worden, berichtete die Zeitung "Daily Independent" am Montag.

Frau verprügelt und mit Benzin übergossen
Daraufhin hätten wütende Umstehende die Frau zunächst verprügelt und dann mit Benzin übergossen und angezündet. Ob es sich bei der Flüssigkeit in den beiden Flaschen, die bei der Frau gefunden wurden, tatsächlich um Sprengstoff handelte, war jedoch vorerst unklar.

Bereits in der Vergangenheit waren mutmaßliche Islamisten von Bürgern in Nigeria gelyncht worden. Die Terrorgruppe Boko Haram verübt in dem westafrikanischen Land seit sechs Jahren schwere Anschläge mit mittlerweile über 13.000 Toten.

Junge Frauen als Selbstmordattentäterinnen
Immer häufiger setzen die Extremisten Frauen als Attentäterinnen ein. So hatte erst in der Vorwoche eine Selbstmordattentäterin im Nordosten des Landes drei Menschen mit in den Tod gerissen, als sie in einem Bus einen am Körper versteckten Sprengstoffgürtel zündete. Nur wenige Tage zuvor hatte sich ein siebenjähriges Mädchen im Nordosten des Landes auf einem Markt in die Luft gesprengt und dabei fünf Menschen getötet.

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