Mo, 23. Oktober 2017

Styling-Tipps

03.03.2015 13:29

So wird der Balkon eine echte Freizeit-Oase

Zumindest rein meteorologisch hat der Frühling bereits Einzug gehalten. Tatsächlich sieht man bereits hier und da das zarte Antreiben der ersten Frühblüher. Jetzt ist die beste Zeit, um den Außenbereich so richtig frühlingsfit zu machen. Und damit ist nicht unbedingt der eigene Garten gemeint. Denn aus so gut wie jedem Balkon lässt sich eine wohnbereichernde Grün-Oase machen.

Doch leider führen viele Balkone ein trauriges Stiefkind-Dasein der Gestaltung. "Zu klein, zu schattig, zu unattraktiv", hört man so manche Klage in diesem Zusammenhang. Stimmt aber nicht. Denn nicht von Größe und Himmelsausrichtung hängt es ab, ob sich vor dem Wohnbereich ein kläglicher und ungepflegter Grau-in-Grau-Bereich ausbreitet – oder ein echtes kleines Mini-Paradies.

Balkon-Styling – die ersten Schritte
Am Beginn des Balkon-Upgradings sollte eine möglichst objektive Prüfung der Vor- und Nachteile, die der eigene Außenbereich zu bieten hat, stehen. Darunter fallen Größe, Sonnen- und Schattenseiten, Nutzungsmöglichkeiten, aktueller Zustand etc.

Wichtig ist dabei, sich nicht vom gegenwärtigen Eindruck täuschen oder gar entmutigen zu lassen. Denn zugegeben, ein nicht gestalteter, eher kleines Balkon mit vielleicht auch etwas in die Jahre gekommenen, unansehnlichen Betonplatten lädt nicht automatisch zu Frühlings- und Sommerträumen ein.

Zeit zum Planen – und für etwas Fantasie: Wie könnte man sich eine sinnvolle Nutzung nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen vorstellen? Eher ein kleiner, wildromatischer Kräuter- und Gemüsegarten mit nostalgischem Chic? Ein kleiner zusätzlicher Essplatz im Freien? Oder ein Blühparadies mit Duftfaktor inklusive?

Ein einladendes Ambiente
Ganz unabhängig von der Größe und von der Himmelsausrichtung gibt es Balkone, die besonders einladend wirken – und solche, bei denen man jeden Gedanken an Begrünung und weitere Nutzung gleich verwirft.

In den häufigsten Fällen liegt das an der Boden- und Geländegestaltung. Die meisten grauen Betonplatten trennen schon rein optisch den Außenbereich vom gemütlichen Wohnbereich deutlich ab. Hier kann eine neue Bodengestaltung wahre Wunder bewirken.

Besonders heimelig wirken Holzböden. In vielen optischen Varianten sind sie meist auch schon sehr günstig zu kaufen und einfach selbst zu verlegen.

Achtung: In Mietwohnungen sollte vor größeren Veränderungen jedenfalls das Einverständnis des Vermieters eingeholt werden. Vor allem dann, wenn der alte Boden entfernt wird. Am besten greift man hier zu Außenböden, die bei einem eventuellen späteren Auszug einfach wieder abgebaut werden können.

Wie auch im Innenraum spielen Optik und Farbe des Bodens eine wichtige Rolle. Eher schattige und kleine Balkone werden durch helle Farbtöne lichter und wirken größer.

Balkongelände sind nur selten von vornherein attraktiv gestaltet. Das einfachste Verschönerungsmittel liegt im Anbringen von speziellen Markisen oder Matten aus Naturmaterialien, wie z.B. Bambus oder Weide. Diese Geländeverkleidungen punkten zusätzlich damit, dass sie einen guten Sichtschutz abgeben. Auch hier gilt allerdings wiederum, dass unter Umständen das Einverständnis des Vermieters oder der Hausverwaltung eingeholt werden muss.

Die richtigen Möbel
Es ist Typsache, ob bei der späteren Nutzung die Bepflanzung eindeutig im Vordergrund steht oder eher der Balkongebrauch als echtes erweitertes Wohnzimmer in den warmen Monaten. Im letzteren Fall wird man sich wahrscheinlich in großzügigeren Außenmöbel eher wohlfühlen als in kleinen, sehr schlichten Tischen und Stühlen.

Das Sortiment an Gartenmöbel ist heute so umfangreich, dass sich auch für Mini-Balkone ebenso praktische wie funktionelle Modelle finden. Entscheidend für die Auswahl der Außenmöbel ist vor allem auch die Frage, ob man sie in der kalten Jahreszeit im Keller verstauen kann oder ob sie ganzjährig im Freien stehen müssen. Danach entscheidet sich die Materialfrage.

Alles eine Sache der Töpfe
Bei der Gestaltung von Balkonen und Terrassen spielen nicht nur die Bepflanzung selbst, sondern auch die Töpfe, Tröge und Kisterl eine wichtige Rolle. Eine sorgfältige Auswahl zahlt sich mehrfach aus, nicht nur stilmäßig. Auch in puncto Komfort und Pflegeleichtigkeit können gut gewählte Gefäße das sommerliche Balkonleben kräftig erleichtern.

An oberster Stelle der Beliebtheit stehen auch bei uns die traditionellen Terrakotta-Gefäße, die sofort mediterranen, natürlichen Charme verbreiten. Doch gibt es hier sehr große Preis- und Qualitätsunterschiede.

Ein Vorteil dieses Material ist das große Gewicht, so weisen Terrakotta-Töpfe auch an extrem windigen Stellen eine hohe Standfestigkeit auf. Die Nachteile der Töpfe liegen darin, dass sie aufgrund der großen Poren extrem schlecht zu reinigen sind, zusätzlich können sich Kalk, Schmutz und Keime gut auf ihnen absetzen.

Eine attraktive Alternative stellen glasierte Keramiktöpfe dar, die es ebenso wie Kunststoff-Töpfe in vielen verschiedenen Farben gibt. AproposFarben: Diese Saison sind bunte Kunststoff-Töpfe in möglichst knalligen Farben besonders gefragt!

Kreativität ist Trumpf
Die schönsten Balkon-Gestaltungen sind allerdings nicht die teuersten, sondern die persönlichsten! Alte, bepflanzte Zinnkrüge sind z.B. wahre Eyecatcher. Terrakotta-Töpfe eignen sich aufgrund ihrer rauen Oberfläche sehr gut für kreative Farbgestaltungen aller Art. Mit Acrylfarben lassen sich schon mit einigen Farbstreifen eindrucksvolle Akzente setzen.

Tipp: Vor allem dem Nachwuchs macht das Töpfe bemalen großen Spaß und mit diesen kleinen, ganz persönlichen Kunstwerken wird der Balkon nochmals zum hochbegehrten Erholungsbereich.

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