Sa, 18. November 2017

Sellrainer verletzt

28.02.2015 19:00

Lenker ignorierte Sperre und rammte Feuerwehrmann

Für Empörung sorgt ein Zwischenfall in St. Sigmund im Sellrain. Nach einem Unfall sperrte Freitag die Feuerwehr die Landesstraße. Der Lenker eines Kleinbusses wollte das offenbar nicht akzeptieren und fuhr auf einen Feuerwehrmann (25) los. Der konnte sich nur durch einen Hechtsprung retten. Die Geschichte ist kein Einzelfall.

Gegen 18.45 Uhr passierte der Unfall in einem Steilstück zwischen Gries und St. Sigmund. Zum Glück nur Blechschaden. Die Straße musste dennoch von der Feuerwehr St. Sigmund gesperrt werden, weil sich der Unfall an einer sehr gefährlichen Stelle ereignet hatte.

"Das Fahrzeug kam auf mich zu und erfasste mich seitlich"

Ein Routineeinsatz, doch nicht in diesem Fall! "Ich sah, wie ein Wagen an den anderen vorbeifuhr. Ich habe den Lenker angehalten und ihn auf die Sperre aufmerksam gemacht. Darauf erwiderte er, dass er Termine hätte. Er hat Gas gegeben und fuhr weiter. Inzwischen kam ein weiteres Fahrzeug auf mich zu", schildert Daniel Schiffmann (25) die Ereignisse. Der 25-Jährige gab mit dem Anhaltestab erneut ein Signal. Der Lenker des Kleinbusses ignorierte das aber. Schiffmann: "Der Wagen fuhr auf mich zu und erfasste mich seitlich." Der Feuerwehrmann machte einen Sprung und landete auf der Kühlerhaube des Fahrzeuges. Er erlitt dabei leichte Verletzungen.

Polizei Kematen sucht weitere Zeugen

Der Lenker des Kleinbusses fuhr einfach davon. Ihm droht eine Anzeige wegen Körperverletzung und Nötigung. Warum der Mann so unbegreiflich reagiert hat, ist noch nicht geklärt. Die Polizei Kematen sucht jetzt weitere Zeugen des Vorfalls (0 59 1 33/71 15).

"Wir stehen ja nicht zum Spaß auf der Straße"

Der St. Sigmunder Feuerwehr-Kommandant Roland Schwarz ist froh, dass Schiffmann nicht mehr passiert ist. Aber der Ärger ist groß: "Leider sind wir immer wieder damit konfrontiert, dass Verkehrsteilnehmer unsere Anweisungen einfach ignorieren. Aber wir stehen ja nicht zum Spaß auf der Straße, sondern für die Sicherheit der Menschen."

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