Sa, 18. November 2017

WKS-Wahl

27.02.2015 21:30

Sieger und Verlierer in der Wirtschaftskammer

Rot, Schwarz und die Wirtschaftsliste büßten Stimmen ein, der dominante Wirtschaftsbund hielt aber die absolute Mehrheit der WKS-Wahl in Salzburg. Grün, Blau und Neos jubelten indes über Erfolge.

Mit Überraschungen endete am Freitag die viertägige Wirtschaftskammerwahl: Der dominierende schwarze Wirtschaftsbund verlor Stimmen und Mandate, hielt aber unerreichbar die Absolute. Die erstmals angetretene Freiheitliche Wirtschaft Salzburg legte einen Traumstart hin, die Grüne Wirtschaft wurde zweitstärkste Kraft. Die Neos-Gruppe UNOS zog ebenso mit einem Achtungserfolg ein, der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband und die parteifreie Wirtschaftsliste Salzburg fuhren ein Minus ein. Die Wahlbeteiligung sank auf 49,1 Prozent, von den 34.636 Mitgliedern mit 45.392 Wahlrechten wurden 22.339 Stimmen abgegeben. Im Österreich-Vergleich hatte Salzburg die höchste Wahlbeteiligung zu verbuchen.

Die Ergebnisse im Detail und die Reaktionen
Die Hausmacht ÖVP-Wirtschaftsbund sank von 77,2 auf 68,6 Prozent, bei den Mandaten in den Fachgruppen sind es von 772 nun 671 Sitze. Die Mandatezahl ist allerdings gesamt von 952 (2010) auf 886 zurückgegangen. WK-Präsident Konrad Steindl: "Wir haben deutliche Verluste hinnehmen müssen, das schmerzt, aber es waren schwierige Rahmenbedingungen, es sind harte Zeiten für Unternehmer. Aber unser Impulspaket ist der richtige Schritt." Die parteifreie Wirtschaftsliste Salzburg fiel von 9,7 auf 7,7 Prozent bzw. von 71 auf 58 Sitze zurück, bleibt aber nach Mandatszahlen zweitstärkste Gruppierung. WK-Vizepräsidentin Dorothea Fiedler: "Wir sind die einzige Gruppe, die nicht von Parteien unterstützt wurde, wir werden weiter alles geben."

Die Grüne Wirtschaft mit Spitzenkandidat Josef Scheinast schaffte den Sprung von 6 auf 8,3 Prozent bzw. von 31 auf 53 Mandate. Den Stimmen nach sind die Grünen zweitstärkste Kraft: "Ich bin total begeistert. Wir kämpfen für die Einzelunternehmer." Christian Pewny, der mit der Freiheitlichen Wirtschaft das erste Mal antrat, konnte sein Glück kaum fassen: "Wir haben aus dem Stand 7,56 Prozent und 52 Mandate erhalten. Ein Supertag." Wolfgang Reiter, Chef des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, verlor zwei der vier Mandate und holte 5,55 Prozent und 33 Mandate: "Kein Wunder wenn die Mutterpartei ständig Vermögens- und Erbschaftssteuer trommelt." Bernhard Helminger freute sich mit den UNOS über 1,9 Prozent und 11 Mandate: "Wir haben uns auf eine Sparte konzentriert, und dort in allen Fachgruppen über zehn Prozent der Stimmen erhalten."

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