Fr, 15. Dezember 2017

81,2 Prozent dafür

27.02.2015 16:14

Tilak-Ärzte stimmen Übergangslösung des Landes zu

Im Streit um das neue Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte und den damit verbundenen Gehaltsforderungen der Mediziner gibt es nun eine entscheidende Annäherung zwischen dem Land und den Ärzten der Tilak. Diese stimmen der vergangene Woche vorgelegten Übergangslösung für 2015 zu. Das Paket sieht eine Gehaltsaufstockung und zusätzliche Arztstellen an den Tilak-Häusern vor.

Kern der Vereinbarung ist eine rückwirkende Gehaltserhöhung (ab 1. Jänner) für jene Tilak-Ärzte, die nicht in das neue Entlohnungsschema wechseln. In Summe wurden seitens des Landes 11,2 Millionen Euro zugesagt, die 2015 in die Aufstockung der Ärztegehälter fließen werden. Dazu kommen 80 bis 100 zusätzliche Arztstellen. Sie sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren geschaffen werden. Im Gegenzug erklären sich die Mediziner mit einer flexibleren Diensteinteilung einverstanden.

"Weg offen für neues Gehaltsschema"

Die Ärztekammer führte über den Vorschlag eine Urabstimmung unter den Tilak-Ärzten durch. 81,2 Prozent sprachen sich dabei für die Annahme des Paketes aus. "Jetzt ist der Weg offen, einen drohenden Versorgungsengpass zu verhindern und im Laufe des Jahres ein konkurrenzfähiges und vor allem nachhaltiges Gehaltsschema für die Zeit ab 2016 zu verhandeln", betont Spitalsärztevertreter Ludwig Gruber. Er und Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger drängen darauf, dass jetzt auch für die Bezirkskrankenhäuser und die Ärzte der Medizin-Uni eine Lösung gefunden wird. Diese steht immer noch aus.

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