Mo, 20. November 2017

Im Trend

02.03.2015 08:17

Tier-Cafés als zweifelhafte Touristenattraktion

Ein in London geplantes "Eulen-Café" sorgt derzeit bei Tierschützern für Aufregung: Während die Besucher ihre Getränke konsumieren, darf Kontakt mit den Vögeln aufgenommen werden. Kein Einzelfall, denn Tier-Cafés sind vor allem im asiatischen Raum ein Tourismusmagnet und schon längst in unseren Breiten angekommen. Doch wer Tiere liebt, sollte sich so einen Besuch besser überlegen...

Mehr als 25.000 Menschen wollten Tickets für das in London geplante Eulen-Café erstehen, welches zwischen 19. und 25. März im Trend-Viertel Soho geöffnet wird. Die Öffnungszeiten im "Annie the Owl" werden an den Zyklus der Eulen angepasst, die Tore sind nur zwischen 20 und 14 Uhr geöffnet. Tierschutzorganisationen kritisieren, dass der enge Kontakt mit dem Menschen für die Tiere enormen Stress bedeute. Eine ins Leben gerufene Petition gegen das Londoner Eulen-Café wurde bereits von Tausenden Menschen unterzeichnet.

Trend kommt aus Asien - Katzen-Café auch in Wien
Dabei sind sogenannte Tier-Cafés mittlerweile in vielen Städten weltweit vertreten - auch in Wien gibt es seit zwei Jahren das "Neko" - ein Katzenkaffeehaus mit fünf Stubentigern, die allesamt aus dem Wiener Tierschutzhaus adoptiert wurden und jetzt die Café-Besucher mit ihrer Gesellschaft beglücken. Sollten sie keine Lust auf Streicheleinheiten haben, können sich die Stubentiger in einen "Ruheraum" oder auf insgesamt 20 Meter lange Klettersteige zurückziehen.

"Für die Tiere der reinste Albtraum"
Weniger auf das Wohl der Vierbeiner bedacht sind jene Tier-Cafés, die sich im asiatischen Raum befinden und vornehmlich Touristen anlocken. So kann man etwa in Japan Lokale mit Hunden und Katzen, aber auch Ziegen, Kaninchen, Pinguinen oder Schlangen besuchen. In Hanoi, der Haupstadt Vietnams, kann man zu seinem Bier einen Leguan zum Streicheln bestellen. Tierschützer raten davon ab, solche Betriebe zu besuchen. "Tiere und Bars oder Cafés gehören nicht zusammen", so Mimi Bekhechi von PETA zur "Daily Mail". "Für diese Lebewesen ist ihr 'Job' meistens der reinste Albtraum."

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