Do, 14. Dezember 2017

Nützliche Tipps

27.02.2015 10:32

So unterstützen Sie den Fellwechsel Ihres Tieres

Auch wenn sich die momentanen Temperaturen von bis zu zehn Grad durch Regen, Wolken und Wind kälter anfühlen, als sie tatsächlich sind, beginnt bei Tieren wie Hunden, Katzen, aber auch Kaninchen und Co. mit dem Ansteigen der Außentemperatur bereits jetzt der Fellwechsel. Wie Sie Ihrem Liebling möglichst gut durch diese Zeit helfen können, erfahren Sie hier.

Tierhalter wissen: Der Fellwechsel passiert im Normalfall zweimal jährlich. Dabei verändern sich die Eigenschaften und Farbe des Fells - in erster Linie, um den Wärmehaushalt der Tiere zu regulieren. Tiere, die in Wohnungen gehalten werden, beginnen bereits jetzt damit, ihr Winterfell zu verlieren, und es wächst ein neues, weniger dichtes Fell nach.

Wohnungstiere oft im permanenten Fellwechsel
Bei Hunden und Katzen ist die Felldichte abhängig von der Rasse und vom Alter des Tieres. Generell gilt, je weicher das Haar, desto dichter das Fell. Hunde und Katzen haben, wie auch Wildtiere, zwei Fellwechsel pro Jahr, also ein Sommer- und ein Winterfell. Der Zeitpunkt des Haarwechsels ist von der Tageslichtdauer und der Temperatur abhängig. "Da wir in Wohnungen die Wärme regulieren und diese übers ganze Jahr ziemlich konstant halten, kommt es oft zu einem permanenten Fellwechsel", weiß Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe.

Regelmäßiges Bürsten hilft Vierbeiner und Halter
In der Regel dauert der Haarwechsel zwischen sechs und sieben Wochen. Bei Jungtieren vollzieht er sich meist wesentlich rascher als bei älteren, im Frühjahr fällt er meist intensiver aus als im Herbst. Grund dafür ist, dass das Winterfell wesentlich dichter ist. Um dem Tier den Fellwechsel zu erleichtern, aber auch die Wohnung sauberer zu halten, ist anzuraten, das Tier in dieser Zeit regelmäßig zu bürsten.

Katzen liegen Haarballen schwer im Magen
Während des Fellwechsels kann es vor allem bei Katzen zu Haarballenbildung kommen, weil die Tiere sie beim Reinigen ihres Fells verschlucken. Haarballen können für Katzen unter Umständen eine gesundheitliche Bedrohung darstellen. "Wir empfehlen, als Vorsorge eine Nahrung zu wählen, die der Ballenbildung entgegenwirkt. Viele Katzenfutterhersteller bieten dieses Spezialfutter an", so Sautner. Zusätzlich kann man den Samtpfoten auch frisches Katzengras oder Malzpaste anbieten. Beides wirkt förderlich beim Herausspeien und ist gut für die Verdauung der Tiere.

Bei Pferden das Immunsystem stärken
Auch Pferde wechseln das Fell, vor allem, wenn sie die meiste Zeit im Freien verbringen. Während des Haarwechsels kann ihr Fell stumpf wirken und manche Pferde verlieren dann sogar an Gewicht. Außerdem ist das Immunsystem in dieser Zeit oft geschwächt. "Füttern Sie also eine Extraportion Vitamine in Form von frischem Obst und Gemüse zu. Ein Schuss kalt gepresstes Leinöl unterstützt die Bildung neuer Haare und sorgt für gesunde Haut", erklärt Sautner.

Auch Kaninchen wollen gebürstet werden
Kaninchen kommen ebenfalls in den Fellwechsel, viele haaren allerdings das ganze Jahr über. Im Frühling und Herbst können dann ganze Haarbüschel auf einmal ausfallen. Da sich auch Kaninchen die ausgefallenen Haare vom Fell putzen, gelangen diese in den Darm und es kann zu Verstopfungen kommen. Wichtig sind daher tägliches Bürsten und das Herausschneiden eventueller Verknotungen. "Kaninchen sollten hauptsächlich mit Gras und Heu, Grünfutter, Obst und Gemüse ernährt werden. Für leichtere Verdauung helfen Malzpaste oder ein kleines Stück Kiwi", fügt Sautner abschließend hinzu.

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