Sa, 25. November 2017

„IS“ statt „21“

27.02.2015 06:00

Luftballons lösten Terroralarm in Schweden aus

Welche seltsamen Blüten mittlerweile die Angst vor dem IS-Terror treibt, hat unlängst ein schwedisches Paar am eigenen Leib erfahren müssen. Sarah Ericsson wollte lediglich ihren 21. Geburtstag feiern und hängte als Dekoration Luftballons im Fenster ihrer Wohnung in Karlskrona auf, die ihr Alter zeigten. Doch ein Passant deutete die Ballons falsch, dachte, es handle sich um die Abkürzung "IS" für Islamischer Staat, und alarmierte sofort die Polizei, die das vermeintliche Dschihadisten-Versteck aufsuchte.

Ericssons Freund Fabian Akesson wurde von der Polizei überrascht, als er sich gerade die Zähne putzte. Seine Freundin war bei einer Vorlesung an der Uni und nicht zu Hause, wie schwedische Medien berichteten. Als der junge Mann die Tür öffnete, war er ob des massiven Polizeiaufgebots ziemlich verblüfft.

Missverständnis aufgeklärt, aber Ballons mussten weg
"Ich musste lachen. Sie zeigten mir Bilder aus einer anderen Perspektive - und die Ballons sahen tatsächlich so aus wie die Abkürzung 'IS'", erklärte Akesson der Zeitung "Kvällsposten". Obwohl das Missverständnis rasch aufgeklärt werden konnte, musste der Mann die Luftballons entfernen, damit es zu keiner weiteren Alarmierung der Polizei kommt.

"Diesen Geburtstag werde ich niemals vergessen"
Das Geburtstagskind zeigte trotz des skurrilen Zwischenfalls Verständnis für die Alarmierung der Sicherheitsbehörden. "Extremismus muss immer ernst genommen werden, und wir haben die Ballons sofort abmontiert", sagte Ericsson der englischsprachigen Nachrichtenseite "The Local". Sie war aber auf jeden Fall "überrascht über so viel Aufmerksamkeit" und betonte, sie werde ihren 21. Geburtstag "sicher niemals vergessen".

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