Mo, 18. Dezember 2017

Nach Nisman-Tod

26.02.2015 18:40

Klage gegen Präsidentin Kirchner abgewiesen

Ein argentinisches Gericht hat am Donnerstag eine Klage gegen Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner im Zusammenhang mit einem Anschlag auf ein jüdisches Gemeindezentrum 1994 abgewiesen. Ihr war vorgeworfen worden, eine mutmaßliche Verwicklung des Iran in den Angriff vertuscht zu haben. Die Vorwürfe stammen ursprünglich von dem verstorbenen Staatsanwalt Alberto Nisman.

Nisman hatte die Ermittlungen zu dem Anschlag auf die jüdische Wohlfahrtsorganisation Amia geführt, bei dem 1994 insgesamt 85 Menschen getötet wurden. Er machte den Iran für das Attentat verantwortlich. Mitte Jänner wurde der Staatsanwalt tot in seiner Wohnung in Buenos Aires aufgefunden - wenige Stunden vor einer geplanten brisanten Anhörung im Parlament, in der er nach eigener Ankündigung der Präsidentin vorwerfen wollte, seine Ermittlungen zu behindern.

Wenige Tage vor seinem Tod hatte er Kirchner und ihren Außenminister Hector Timerman beschuldigt, iranische Regierungsvertreter vor der Strafverfolgung schützen zu wollen, um das Verhältnis zu Teheran nicht zu belasten.

Ermittler gehen von Selbstmord aus
Die genauen Umstände von Nismans Tod sind bisher nicht geklärt. Autopsieergebnisse deuten nach Angaben der Ermittler auf einen Suizid hin. Neben Nisman, der durch einen Schuss aus nächster Nähe in den Kopf starb, wurde eine Pistole gefunden, an seinen Händen wurden allerdings keine Schmauchspuren nachgewiesen.

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