Mo, 23. Oktober 2017

Pflege im Alter

26.02.2015 16:56

Innsbrucker Vorsorgeplan gibt Marschrichtung vor

Die Menschen werden immer älter, die Herausforderungen – zumindest hinsichtlich des Themas Pflege – demnach auch immer größer. Der Innsbrucker Vorsorgeplan zielt darauf ab, bis zum Jahr 2022 ein flächendeckendes, bedarfs- und bedürfnisgerechtes Leistungsangebot für hilfs- und pflegebedürftige Bürger aufzubauen.

Rund 30.000 Innsbrucker sind aktuell über 60, 20.000 immerhin über 65 und etwa 3000 sogar über 85 Jahre alt. Die Zahl der über 75-Jährigen ist in den vergangenen zehn Jahren um 25 % gestiegen und für die nächste Dekade wird hier ein Plus von satten 40 % prognostiziert.

Stadt will Verantwortung wahrnehmen

"Wir haben eine Verantwortung gegenüber allen Generationen und wollen professionelle Betreuungsangebote sicherstellen", betont Sozialstadtrat Ernst Pechlaner. Grundlage hierfür soll eben der Innsbrucker Vorsorgeplan sein. Dieser beruht auf einer Studie, die 2013 von der Stadt in Auftrag gegeben wurde, um den Status quo zu ermitteln.

Verbesserungsbedarf bei mobiler Pflege

Experten kamen demnach zum Schluss, dass die stationäre Pflege in Heimen bereits auf hohem Niveau sei. Auch in der ambulanten Pflege habe sich viel getan. "Nacht- und Wochenendeinsätze werden derzeit von drei der fünf Träger der mobilen Versorgung angeboten", erklärt ISD-Chef Hubert Innerebner. Dennoch brauche es Verbesserungen – etwa ein flächendeckendes Versorgungsangebot zwischen 6 und 22 Uhr. Heißt also, dass vor allem die Kurzzeit- bzw. Tagespflege weiter ausgebaut gehört.

Heim-Eröffnung im Mai

Die Verantwortlichen haben also in nächster Zeit mit einigen Herausforderungen zu kämpfen – insbesondere hinsichtlich Pflegeplätze- & Personalknappheit. Erster Schritt: im Mai eröffnet im O-Dorf das zwölfte Innsbrucker Wohn- und Pflegeheim mit 118 Einzelzimmer.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).