Mo, 11. Dezember 2017

Desaströse Umfrage:

26.02.2015 14:13

SP-Graz ist im freien Fall

Die Roten rutschen in einer Umfrage auf den fünften Platz ab – gerade einmal 11,2 Prozent würden den Genossen unter Martina Schröck noch ihre Stimme geben. Die FP klettert auf Platz zwei hinter der der VP. Wenn Siegfried Nagl bleibt, ist er als Grazer Bürgermeister wohl pragmatisiert.

Gerade einmal 11,2 % würden die SP Graz wählen, wären am Sonntag Gemeinderatswahlen. Schlimmer geht es nimmer – bei der letzten Wahl 2012 waren es noch 15,31 %. Und das war bereits ein historischer Tiefstand.

Noch schlimmer sähe es bei einer Direktwahl zum Bürgermeister aus: SP-Chefin Martina Schröck käme da nur auf 8,4 %.

Die Daten stammen aus einer von der VP-Graz in Auftrag gegeben Umfrage (ifat, 946 Befragte, was sehr genaue Rückschlüsse zulässt). Freilich muss man von Parteien in Auftrag gegebene Umfragen immer mit Vorsicht genießen. Aber: Das Ergebnis spiegelt in diesem Fall die Einschätzung einschlägiger Beobachter wider.

Die VP käme auf 34,4 % (33,74 % waren es bei der Wahl 2012). Die FP rückt auf Platz zwei – mit 17,8 % (2012: 13,75 %). Es folgen die KP mit 16,3 % (19,86 %), die Grünen mit 14,6 % (12,14 %) und eben die SP. 5,7 % entfallen auf Neos, Stronach & Co.

Bei einer Bürgermeisterdirektwahl wäre Siegfried Nagl wenig überraschend unschlagbar: 61,8 Prozent würden ihn wählen, 12,7 % FP-Chef Mario Eustacchio, 10,1 % Grünen-Chefin Lisa Rücker, 7 % KP-Chefin Elke Kahr.

Links-linke Positionen

Die SP-Graz befindet sich im freien Fall – mit Schröck ist man wieder da angelangt, wo man mit Edmund „Müllionär“ Müller aufgehört hat. Sicher, bis zur nächsten Graz-Wahl Ende 2017 ist es noch ein Weilchen. Aber ein Comeback der Genossen unter Schröck wäre, salopp formuliert, das größte Comeback seit Lazarus. Wundern darf sich die SP nicht: Schröcks links-linke Positionen sind nicht mehrheitsfähig. Und die einst stolze SP ist nicht die SP-Jugend – Schröck führt die Partei aber, als wäre sie es.

Zur FP: die 17,8 % und Platz zwei sind nicht übel – aber Eustacchios Anspruch ist ein höherer.

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