Do, 23. November 2017

Import von Viren

25.02.2015 18:26

Gefahr von Masern-Seuche steigt

Die Migration könnte mit "schuld" sein am Wiederauflammen der Masern-Gefahr! Diese Theorie stellt ein deutscher Virologe auf, weil Asylwerber aus Bosnien Masern-Erreger nach Berlin eingeschleppt hatten. Auch in Oberösterreich treten Masern schon wieder verstärkt auf, heuer gab es bereits neun Infektionen.

"Im vergangenen Herbst gab es in Berlin den ersten Masern-Ausbruch unter Asylsuchenden aus Bosnien-Herzegowina. Der Erreger wurde genetisch untersucht. Er stammt aus Russland und hat sich wohl von dort in den Balkan verbreitet", wird der Virologe Alexander Kekulé in deutschen Medien zitiert. Seit Februar 2014 war bekannt, dass es in Bosnien eine schwere Masern-Epidemie gegeben hatte. Kekulé wirft den Behörden vor, nicht darauf reagiert zu haben. In der deutschen Bundeshauptstadt tobt die Masern-Seuche, ein kleiner Bub starb.

Wo geimpft wird, ist die Gefahr kleiner
"In Regionen, wo die Durchimpfung nicht erreicht wird, können die Masern immer auf niedrigem Niveau zirkulieren", erklärt dazu der Leondinger Infektiologe und Reisemediziner Martin Haditsch: "Große Ausbrüche gibt es eher in Ländern wie Indien oder in Flüchtlingslagern, also überall dort, wo die nötige medizinische Infrastruktur entweder gar nicht besteht oder zerstört wurde." Tatsächlich funktioniert der Viren-Transfer aber nicht nur von armen in reiche Länder. So hat beispielsweise im Vorjahr eine deutsche Familie die Masern in die USA eingeschleppt. Haditsch: "In Wirklichkeit ist es so, dass Europa mit seiner mangelhaften Impfmoral die Masern immer wieder in andere Länder exportiert." In Oberösterreich stiegen die Maserninfektionen an. Im Vorjahr gab es 27 Fälle, heuer bereits neun. Der jährliche, "normale" Durchschnitt sind vier bis sieben Erkrankungen. Die Folgen können gravierend sein: Einer von tausend Erkrankten stirbt, oft nach jahrelangem Dahinsiechen, weil die Masernviren sein Gehirn zerstören.

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