Sa, 25. November 2017

Schulden als Motiv

25.02.2015 18:06

Panne verhinderte Mord an Ex-Gattin und 3 Kindern!

Wegen eines ganz besonders perfiden Mordplans muss sich nächste Woche ein 45-jähriger Montagearbeiter aus Pasching vor einem Linzer Geschwornensenat verantworten: Weil sich nach der Scheidung enorme Unterhaltsrückstände anhäuften, wollte er seine Ex-Gattin und seine drei Kinder umbringen, das Haus in Brand stecken. Als er in der Nacht eindrang und die Mutter seiner Kinder erwürgen wollte, wachte der älteste Sohn auf, verhinderte den Mord.

Man hatte sich einfach auseinandergelebt, 2009 ließ sich das Paschinger Ehepaar scheiden. In der Folge kam der 45-jährige Montage-Arbeiter, der für eine Leasing-Firma meist im Ausland arbeitete, seinen Unterhaltszahlungen nicht nach. Nach seinen Angaben häuften sich die Schulden bis auf 32.000 Euro, die die Ex-Gattin natürlich mehrfach einklagte. Da fasste der Mann einen perfiden Mordplan, um sich von der Schuldenlast zu befreien: Er wollte nachts ins Haus der "Ex" eindringen, die Gattin und seine drei Kinder – zwei Söhne im Alter von 13 und 18 Jahren und eine zehnjährige Tochter – im Schlaf mit Äther betäuben, dann erstechen.

Feuer sollte verräterische Spuren vernichten
Dem ältesten Sohn wollte er die Pulsadern aufschneiden, um den Eindruck zu erwecken, dieser hätte das Blutbad angerichtet und sich dann selbst getötet. Um Spuren zu vernichten, wollte er vor der Flucht im Haus auch Feuer legen. Am 3. Juli des Vorjahres wollte der Verdächtige seinen perfiden Mordplan schließlich in die Tat umsetzen. Er drang in der Nacht ins Haus ein, schlich mit einer Strumpfmaske vorm Gesicht ins Schlafzimmer, wo seine Ex-Gattin und die beiden jüngeren Kinder schliefen, stellte dort sein Fläschchen mit Äther ab.

Pannen retteten die Opfer vor dem Tod
Als er seine Opfer dann betäuben wollte, fand er im Finstern das Fläschchen nicht mehr, begann daraufhin, seine schlafende Ex-Gattin zu würgen. Diese wurde munter, wehrte sich heftig und konnte sich soweit befreien, dass sie schreien konnte – das rettete der ganzen Familie das Leben. Denn nun wurde der im Nebenzimmer schlafende 18-jährige Sohn munter. Als er der Mutter zu Hilfe kam, floh der vorerst Unbekannte aus dem Haus. "Ich glaub' nicht, dass das der Papa war, der schaut anders aus", meinte der Bub anfangs.
Spurensicherer fanden auf der Terrasse einen Benzinkanister, den hatte der Täter ebenso zurückgelassen wie den Äther, der erst Tage später unter dem Bett gefunden wurde. Und bei einem Spielplatz unweit des Hauses fanden die Kriminalisten dann die Gesichtsmaske, die der verhinderte Mehrfachmörder dort weggeworfen hatte. Eine DNA-Analyse brachte zehn Tage später auch das für die geschockte Familie ernüchternde Ergebnis: Der Eindringling war eindeutig der Ex-Gatte und Vater gewesen. Eine Fahndung wurde eingeleitet.

Verdächtiger in Deutschlang verhaftet
Knapp drei Wochen später wurde der Verdächtige auf der Baustelle eines Autokonzerns im deutschen Wolfsburg verhaftet – und war geständig. Das Verbrechen hielt die Staatsanwaltschaft bisher geheim – am 5. und 6. März muss sich der Verdächtige aber trotzdem in einer öffentlichen Verhandlung dafür verantworten.

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