So, 21. Jänner 2018

Kadaver entdeckt

25.02.2015 17:00

Seltener Seeadler flog gegen Windrad - verendet

Trauer und Bestürzung bei Vogelschützern, aber auch Jägern. Denn fast direkt unter einem mächtigen Windrad bei Andau im Burgenland entdeckte ein Waidmann den Kadaver eines äußerst raren Seeadlers. Wie Experten rasch feststellten, war der majestätische Vogel mit einem Rotor kollidiert und dann verendet.

"Massives stumpfes Trauma ohne Hinweis auf eine Schussverletzung." So lautet das Resümee des vom burgenländischen Landesjagdverband in Auftrag gegebenen veterinärmedizinischen Obduktionsberichts. Das bestätigt die ersten Vermutungen, dass der Seeadler direkt gegen ein rotierendes Windrad bei Andau geflogen war.

"Offenbar hat unser Schützling das Hindernis nicht als solches erkannt", sagt Bettina Klöpzig von der Vogelschutzorganisation Birdlife. Mit WWF-Expertin Claudia Mohl verlangt sie jetzt eine noch genauere Standortuntersuchung für künftige Windkraftanlagen. Zu überprüfen sei auch, ob ältere Räder, bei denen jetzt eine Erneuerung ansteht, überhaupt noch einmal aufgestellt werden sollten.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden