Mi, 18. Oktober 2017

Falsch befestigt

25.02.2015 12:31

Lampenunglück in WU: „Versagen der Montagefirma“

Nach dem Zwischenfall im Bibliotheksgebäude der Wiener Wirtschaftsuniversität sollen nun alle Lampenaufhängungen getauscht werden. Man erwarte nun das Okay des Gutachters für die neue Montage, die Arbeiten sollen dann bis Anfang nächster Woche abgeschlossen sein, hieß es.

Am Dienstag war eine mehrere Meter lange Leuchtschiene im Lesesaal der Bibliothek von der Decke gefallen. Verletzt wurde niemand. Seitdem ist das markante Gebäude am WU-Campus mit Ausnahme des Erdgeschoßes gesperrt. Die Ursache stehe inzwischen außer Zweifel, berichtete Ernst Eichinger, Sprecher des Eigentümers Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Die Lampen seien falsch befestigt worden, "ein Versagen der Montagefirma". Diese müsse nun im Sinne der Gewährleistung nachbessern.

Die Firma habe bereits eine neue Aufhängung vorgeschlagen. Sobald es das Okay des Gutachters gebe, werde mit dem Tausch begonnen. Dann würden die Räumlichkeiten schrittweise wieder freigegeben. Wobei nicht nur der Lesesaal, sondern auch viele andere Bereiche des Bibliotheksgebäudes - vor allem die Ebenen zwei bis vier - betroffen sind, wo dasselbe Lampenkonstrukt angebracht ist. Man habe mit der Firma vereinbart, dass auch übers Wochenende gearbeitet werde. Bis Anfang nächster Woche sollen alle neuen Lampenaufhängungen montiert sein, sagte Eichinger.

Bereits dritter Zwischenfall an der neuen WU
Das Lampenunglück ist bereits der dritte Zwischenfall an der WU innerhalb eines dreiviertel Jahres. Im Sommer 2014 sowie Anfang 2015 war jeweils eine massive Betonplatte von der Außenfassade zu Boden gekracht. Verletzt wurde niemand. Laut Eichinger arbeitet man aber inzwischen an einem Konzept, das ermöglichen soll, das Gebäude laufend über alle Bereiche hinweg zu überprüfen. Derzeit werde überlegt, wie dies bewerkstelligt werden könnte.

Was den Zustand der Außenfassade betrifft, sind hier immer noch Gutachter am Werk. Bis ein Ergebnis vorliegt, werde es aber noch mehrere Wochen dauern, verwies Eichinger auf Tausende zu sichtende Fotos bzw. Dokumente.

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