Fr, 24. November 2017

Österreich im Minus

24.02.2015 18:25

Deutsche erwirtschaften 18 Milliarden Überschuss

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Grund zum Jubeln, denn dem deutschen Staat bleiben für 2015 satte 18 Milliarden Budgetüberschuss im Börsel. Bereits das dritte Jahr in Folge schreiben unsere Nachbarn schwarze Zahlen, während Österreich aus dem Defizit nicht herauskommt - und das trotz neuer Steuern und des Sparpakets.

1,6 Prozent Wachstum und dazu noch ein Budgetplus von rund 18 Milliarden Euro: Deutschlands Wirtschaft kann sich sehen lassen. Die Summe entspricht einem Überschuss von 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das Ergebnis fiel damit deutlich besser aus als angenommen: Zunächst war "nur" von einem Plus von rund zwölf Milliarden Euro die Rede gewesen.

Schon 2012 und 2013 lag der Überschuss im deutschen Haushaltsbudget bei jeweils 0,1 Prozent. Nach der Wiedervereinigung gab es nur im Jahr 2000 ein besseres Ergebnis: Dafür waren hohe Einmalerlöse aus dem Verkauf der UMTS-Mobilfunklizenzen verantwortlich. 2014 sorgte die gute Konjunktur mit Rekordbeschäftigung und steigenden Löhnen für das positive Ergebnis: Sie spülte höhere Steuereinnahmen und Sozialbeiträge in die Staatskassen. Und auch für 2015 rechnet man in Berlin mit einem Überschuss.

Österreich weiter im Minus
In Österreich schaut die Lage trotz Sparpakets und neuer Steuern nicht einmal ansatzweise so rosig aus. Ursprünglich hatte die Regierung für 2015 ein "strukturelles Defizit" von 0,9 Prozent der Wirtschaftsleistung in Aussicht gestellt. Im Oktober wurden allerdings bereits 1,0 Prozent nach Brüssel gemeldet. Laut Bundeskanzler Werner Faymann war dies das Ergebnis eines neuen Berechnungsmodells. Wäre die EU-Kommission bei ihrem noch im April verwendeten Modell geblieben, dann hätte es demnach eine Verbesserung auf 0,8 Prozent gegeben.

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Auch das Wirtschaftswachstum in Österreich lässt zu wünschen übrig. Nur 0,8 Prozent prognostizierte die EU-Kommission im Februar. Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl hatte gegenüber der "Krone" zuletzt besonders die Belastung der Unternehmen sowie die hohen Lohnsteuern kritisiert. Nicht zuletzt die Sanktionen gegenüber Russland im Zuge des Ukraine-Konflikts belasten Österreich stark.

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