Mo, 18. Dezember 2017

Endlich eine Lösung

24.02.2015 17:31

Linzer Dom-Glocken schlagen nun leiser und weniger

Ein friedliches Ende hat der Streit um die Linzer Domglocken genommen – zumindest vorerst. Denn gestern, Dienstag, haben sich die beiden Parteien auf eine außergerichtliche Lösung geeinigt. In den nächsten drei Monaten sollen die Glocken bei Nacht weniger und leiser schlagen – dann gibt’s eine Evaluierung.

"Ich glaube, das ist eine Lösung, mit der beiden Parteien gut leben können", sind sich die Anwälte Wolfgang Graziani-Weiß (er vertritt die Dompfarre) und Wolfgang List von Glocken-Kläger Wolfgang Lassy nach dem gestrigen Termin einig. Bekanntlich hatte der Linzer Architekt und Dom-Nachbar die Dompfarre verklagt, damit die Glocken zwischen 22 Uhr und 6 Uhr früh nicht mehr läuten. Sie würden ihm den Schlaf rauben und seine Gesundheit gefährden.

Keine Nachschlag mehr in der Nacht
Gestern sind beide Streitparteien ein Stück aufeinander zugegangen. Vereinbart wurde, dass der Nachschlag der Glocke bei Nacht wegfällt. Wie berichtet, gab’s bisher zusätzlich zu den üblichen Stundenschlägen auch noch einen Nachschlag. So wurde etwa um Mitternacht erst einmal für die volle Stunde, dann zwölf Mal und dann nochmals zwölf Mal geschlagen. In den nächsten drei Monaten soll die große Glocke, die den lauten Nachschlag produziert, zwischen 23 Uhr und 5 Uhr einmal schweigen. "Danach schauen wir, wie sich die Maßnahme auf meinen Schlaf ausgewirkt hat", ist auch Kläger Wolfgang Lassy derzeit zufrieden.

Auch Jungendzentrum geklagt!
Pfarren-Anwalt Wolfgang Graziani-Weiss sieht aber ohnehin ein anderes Thema, das ebenfalls Lassy und die Kirche betrifft, für wichtiger an. Der Architekt hat nämlich auch das Jugendzentrum der Diözese verklagt, weil die jungen Leute direkt hinter seinem Haus so laut Fußballspielen würden. Heute, Mittwoch, findet dazu die Verhandlung vor dem Richter statt. Doch die wollen beide Streit-Parteien nun eher kurz halten und sich danach ebenfalls außergerichtlich einigen

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