Mi, 22. November 2017

Große Erleichterung

25.02.2015 07:02

Nach Brückeneinsturz: S35 wieder befahrbar

Nach dem Einsturz einer Brücke im steirischen Frohnleiten hat der Fahrzeugverkehr am Mittwoch um 5 Uhr wieder freigegeben werden können. Die Stelle sei gesichert. Die Sperre der ÖBB-Strecke - die Trümmer waren am Samstag von der S35 auf die Gleise gestürzt - bleibt aufrecht. Die Ursache für den Einsturz ist nach wie vor unklar.

Der Sachverständige habe gegen die Freigabe keine Bedenken geäußert, so die Asfinag am Dienstag. Baufirma und Sachverständige hatten bereits am Sonntagabend mit der Stabilisierung des über den ÖBB-Gleisen eingestürzten Brückenteiles begonnen. Diese Sicherung gewährleiste nun, dass dieser Brückenteil nicht mehr weiter abrutschen und dadurch eventuell auch die bestehende Brücke beschädigen kann. Damit konnte auch die Umleitung durch den Ort Frohnleiten am Mittwoch in der Früh aufgehoben werden. Der Verkehr über die zweite Murbrücke über die S35 wird - wie seit der Baustelleneinrichtung im Herbst 2013 - im Gegenverkehr geführt.

"Für alle eine große Erleichterung"
"Das ist für alle eine große Erleichterung", so Asfinag-Geschäftsführer Rainer Kienreich: "Dadurch ist das Stadtgebiet Frohnleiten wieder entlastet und die Pendler und auch der ÖBB-Schienenersatzverkehr haben ihre gewohnte Strecke ohne Zeitverlust zur Verfügung."

Die Untersuchungen der Sachverständigen hinsichtlich der Unglücksursache laufen weiter auf Hochtouren. Seriöse Ergebnisse würden aber erst nach vollständiger Entfernung des Brückenteils vorliegen, hieß es. Ebenso voll im Laufen ist die Arbeit der mit dem Bau beauftragten ARGE Strabag-Habau am Abbruch des 800 Tonnen schweren Betonteiles. Alle Anstrengungen gehen dabei dahin, die ÖBB-Strecke so schnell wie möglich frei zu bekommen.

Verzögerungen halten sich bislang in Grenzen
Besser als erwartet lief Dienstag früh die Abwicklung bzw. Umleitung des Pendler- und Individualverkehrs rund um die eingestürzte S35-Brücke. Die Verzögerungen hielten sich laut ÖBB und Asfinag in Grenzen. Straßenverkehrsmäßig sei es am Dienstag relativ gut gelaufen, bis auf Verspätungen zur morgendlichen Verkehrsspitze mit einem Stau auf der Umleitungsstrecke durch Frohnleiten.

Bei der ÖBB wird die Bewältigung des Pendler- und Fernverkehrs "aus unserer Sicht gut abgewickelt", sagte Sprecher Christoph Posch. Man habe genügend Busse im Einsatz, es komme zu Verzögerungen im Ausmaß von 15 bis 20 Minuten. Rund 90 Prozent der im Einsatz befindlichen Busse seien von Fremdfirmen angemietet. Auch den Schienen-Güterverkehr habe man großteils aufgefangen und umgeleitet.

Geplante Baustelle wird eventuell verschoben
Man überlege allerdings, eine geplante Baustelle auf der Südbahnstrecke bei Ehrenhausen im südsteirischen Bezirk Leibnitz aufzuschieben. Es würde die Kapazitäten übersteigen, auch hier noch einen Schienenersatzverkehr einzurichten, so Posch. Geplant waren Gleisbauarbeiten zur Erneuerung. Am Donnerstag werde sich entscheiden, ob man die Abwicklung der Bauarbeiten verschiebe.

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