Sa, 25. November 2017

Norwegen zeigt Härte

23.02.2015 16:06

Strafen für Almosen: Ein Vorbild für Graz?

Die norwegische Regierung plant ein neues, umstrittenes Gesetz: Wer Bettlern Geld gibt oder sonstwie unterstützt, soll mit bis zu einem Jahr Gefängnis bedroht werden. Ein gangbarer Weg auch für Graz? "Nein", sagt VP-Bürgermeister Siegfried Nagl. "Unter Umständen!", meint FP-Chef Mario Eustacchio.

Wie in Graz sind auch in Norwegen zahlreiche rumänische Bettler unterwegs. Zu viele offenbar für die sonst so liberalen Norweger, denn es gibt etwa in Oslo schon eine Weile ein Bettelverbot. Damit nicht genug plant die norwegische Regierung nun eine landesweite Lösung. Die sieht zum Einen ein generelles Bettelverbot vor. Zum Anderen sollen jene bestraft werden, die Bettlern Almosen geben (Geld, aber auch Schlafplätze).

Keine Münzen in den Hut
Ein gangbarer Weg für Graz? "Nein", meint Bürgermeister Siegfried Nagl (VP). "Jemanden zu bestrafen weil er Almosen gibt, das ist unchristlich. Aber ich sage schon seit Jahren, dass es besser ist Geld in konkrete Projekte für die Bettler in deren Heimatländern zu investieren, als Münzen in deren Hut zu werfen."

FP-Chef Mario Eustacchio hingegen ist die norwegische Lösung durchaus sympathisch: "Aber dazu bräuchten wir ein absolutes Bettelverbot. In Oslo sieht man, dass das sehr wohl möglich ist. Nur bei uns geht das angeblich nicht." Konsequenterweise müssten dann auch jene belangt werden, die den Bettlern Geld geben. – Was meinen Sie? Schreiben Sie uns doch eine Mail an steirer@kronenzeitung.at

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