Mo, 23. Oktober 2017

Wegen Anwaltskosten

22.02.2015 16:10

Abt droht Verhandlung vor weltlichem Richter

Streit ums liebe Geld hinter Klostermauern: Vertretern des Stiftes Melk wird vorgeworfen, die Anwaltskosten für einen angeklagten Mitbruder entgegen einer schriftlichen Vereinbarung nicht übernommen zu haben. Nun droht dem Abt deshalb gar eine Verhandlung vor einem weltlichen Gericht.

Der ehemalige Pfarrer von Traiskirchen im Bezirk Baden war des sexuellen Missbrauchs an einem jungen Mann beschuldigt worden, zu dem er nach eigenen Angaben eine homosexuelle Liebesbeziehung unterhalten hatte. Sein Orden hat angeblich die Übernahme der Anwaltskosten zugesagt. Dies bekräftigte Abt Georg auch später bei einer Bürgerversammlung. "Allerdings wurde eine Tranche, die mir der Bürgermeister ausgelegt hatte erst nach Klagsdrohung durch diesen vom Stift bezahlt", klagt der frühere Pfarrer. Eine weitere Rechnung in Höhe von 7500 Euro sei nur teilweise beglichen worden. "Das Geld hatte mir ein Freund aus Deutschland geliehen und wartet bis heute auf die Rückzahlung. Auf Anwaltsschreiben reagierte man in Melk leider nicht, nun wurde Klage eingebracht."

Abt Georg erklärte dazu nur knapp, dass die ihm vorgeworfenen Punkte "nur zum Teil stimmen". Außerdem seien sie "abgeschlossen und bedürfen daher keiner weiteren Information".

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