Di, 17. Oktober 2017

WKS-Wahl

21.02.2015 16:49

35000 Unternehmer zu Wahlen aufgerufen

In 71 der 94 Gruppen wird abgestimmt, 886 Mandate sind bis Donnerstag zu vergeben. Alle Listen versuchen die Dominanz des Wirtschaftsbunds zu schmälern.

Einen Tag nach der Landwirtschaftskammerwahl (siehe Seite 18) beginnen am Montag die Wirtschaftskammerwahlen, die heuer von zwei auf vier Wahltage verlängert worden sind. Stimmen abgeben können die aufgerufenen 34.967 Unternehmer und Unternehmerinnen von Montag bis Donnerstag in der Stadt Salzburg, in den Gauen am Mittwoch und Donnerstag. Freitag zu Mittag sollen die Ergebnisse offiziell verkündet werden.

Schwarze Übermacht soll gebrochen werden
Dabei ist das Interesse, die ÖVP-Übermacht in der Wirtschaftskammer zu brechen, heuer so groß wie noch nie: Elf Gruppen ringen um 886 Mandate (2010 waren es noch 952 Mandate). In 71 der 94 Fachgruppen wird gewählt, bei den restlichen 23 Fachorganisationen gibt es nur einen einzigen Wahlvorschlag, die Kandidaten – darunter die Liste der Salzburger Industrie, die gemeinsame Liste der Salzburger Banken und Versicherungen und der gemeinsame Wahlvorschlag des Wirtschaftsbundes mit der Holzindustrie – sind also mit dem Wahltag automatisch gewählt.

Alle wollen Entlastung und Erleichterungen
Unangefochten auf Platz 1 geht der Wirtschaftsbund (2010: 77,2 Prozent) mit WK-Präsident Konrad Steindl ins Rennen, der weniger EU-Regulierung und mehr Wachstum und Investitionen fordert. Das Impulspaket des Landes sei ein guter Schritt. Mit knapp zehn Prozent lauert dahinter die vom RFW unterstützte parteifreie Wirtschaftsliste Salzburg mit WK-Vizepräsidentin Dorothea Fiedler ("Steuerabbau, Strukturreform"). Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband (SWV) will mit Spitzenkandidat Wolfgang Reiter aufholen (2010: 6,6 Prozent) und die Abschaffung des Selbstbehaltes bei Arztbesuchen durchsetzen. Die Grüne Wirtschaft mit Josef Scheinast, der sich massiv hinter seine grüne Landesvize Astrid Rössler bei der Raumordnung stellt, rechnet sich gute Chancen auf Platz 2 aus. Premiere haben die Freiheitliche Wirtschaft Salzburg (FWS) mit Christian Pewny (Abbau Bürokratie, Zusammenlegung aller Krankenkassen) und die Neos-Gruppe UNOS, die mit Koordinator Bernhard Helminger in acht Fachgruppen antritt.

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