Sa, 18. November 2017

Mayer triumphiert

21.02.2015 12:44

ÖSV-Dreifachsieg als Revanche für WM-Debakel

Die Revanche für das Abfahrtsdebakel bei der WM in Vail ist geglückt: Am Samstag feierten die ÖSV-Asse beim Heimrennen in Saalbach einen Dreifachsieg! Matthias Mayer setzte sich in einem wahren Hundertstel-Krimi vor seinen Teamkollegen Max Franz (+ 0,02) und Hannes Reichelt (+ 0,21) durch.

Dabei klagten praktisch alle Läufer über die schwierigen Bedingungen im diffusen Saalbach. "Es war brutal zach", schnaufte der große Triumphator des Tages, Matthias Mayer, im Zielraum. Er habe "keine einzige Welle gesehen. Aber ich habe den Ski einfach mit Vollgas runtergedrückt."

Sicht "sehr schlecht"
Die Rechnung ging auf. Mayer, mit Startnummer 19 ins Rennen gegangen, markierte in 1:49,83 Minuten Bestzeit, übertrumpfte den bis dahin führenden Max Franz um gerade einmal zwei Hundertstelsekunden. Letzterer ärgerte sich zunächst sichtlich, gratulierte dann aber seinem Teamkollegen artig. Auch Franz war nicht restlos glücklich mit seiner Vorstellung. "Die Sicht war sehr schlecht", klagte Franz, "entsprechend sind mir einige Sachen nicht so aufgegangen, wie ich mir das gedacht habe".

Janka bester Nicht-Österreicher
Super-G-Weltmeister Hannes Reichelt lag am Ende 21 Hundertstel hinter dem großen Sieger Matthias Mayer. Bester Nicht-Österreicher war der Schweizer Carlo Janka (+ 0,47) als Vierter.

Streitberger abgeschlagen
Lokalmatador Georg Streitberger erwischte mit Startnummer 30 leider keine optimale Fahrt. Nach mehreren kleinen Fehlern lag er am Ende satte 2,32 Sekunden zurück. "Vor allem oben habe ich gar nichts gesehen. Da hat einfach hinten und vorne nichts zusammengepasst."

Mayer: "Tut mir leid für Max"
Dennoch herrschte im Zielraum unendlicher Jubel unter den rot-weiß-roten Helden. Schließlich war es der erste Dreifachsieg Österreichs in einer Abfahrt seit neun Jahren. "Es tut mir eh leid für den Max, aber heute hab ich das durchziehen müssen", scherzte der große Sieger Mayer, "das tut heute schon richtig gut." Franz' Konter: "Ein bisserl gemein ist das schon vom Matthias, weil die bessere Sicht hätte ja ich gehabt."

"Wie ein Gestörter"
Und auch der Drittplatzierte, Hannes Reichelt, hatte für Mayer eine Botschaft: "Er ist gefahren wie ein Gestörter." Reichelt war aber auch mit Platz drei zufrieden. "Ich wollte schon immer einmal mit dem Max und dem Mothl am Stockerl stehen."

Jansrud weit zurück
Nichts zu lachen hatte Kjetil Jansrud, Marcel Hirschers härtester Konkurrent im Kampf um den Gesamtweltcup. Er, der sich am Freitag beim Training einen Zahn ausgeschlagen hatte, schaffte es nicht in die Top Ten. Simple Begründung: "Ich bin nicht gut gefahren." Was das schlechte Ergebnis für seine Chancen auf den Sieg im Gesamtweltcup bedeute? "Es wird natürlich schwierig. Aber ich werde weiter Gas geben, zum Beispiel gelich am Sonntag im Super-G." Bei diesem wird übrigens auch Hirscher am Start sein.

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