Sa, 18. November 2017

Im Baltikum

21.02.2015 15:04

NATO-General warnt vor russischer Invasion

Waren die Friedensgespräche in Minsk für Russland und die prorussischen Separatisten nur ein Täuschungsmanöver und geht im Geheimen die Invasion der Ostukraine weiter? Laut der Führung in Kiew sind trotz der vereinbarten Waffenruhe in den vergangenen Tagen militärische Ausrüstung aus Russland in die Ukraine transportiert worden. Ein hochrangiger NATO-General warnt nun sogar vor russischen "Eroberungen" in NATO-Mitgliedsstaaten.

Der Vize-Kommandant der NATO für Europa, Adrian Bradshaw, sagte, in der umkämpften Ostukraine seien russische Soldaten stationiert und dies sei eine gefährliche Situation. "Russland könnte denken, dass die riesigen konventionellen Truppen, die es in so kurzer Zeit mobilisieren konnte, (...) in Zukunft genutzt werden könnten, nicht nur um einzuschüchtern und zu nötigen, sondern auch um Gebiete der NATO zu erobern", warnte Bradshaw am Freitag in einer Rede im Londoner Royal United Services Institute. Russland bestreitet, dass es die prorussischen Rebellen in der Ostukraine mit seinen Truppen unterstützt.

"Reale Gefahr" für baltische NATO-Staaten
Vor Kurzem hatte der frühere NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen der britischen Zeitung "Daily Telegraph" gesagt, Russland könne ohne Weiteres in die baltischen Staaten einmarschieren, um die Reaktionsfähigkeit der NATO zu testen. Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon sagte diese Woche, für die drei baltischen NATO-Mitgliedsländer Lettland, Litauen und Estland bestehe eine "reale Gefahr".

NATO-Ostgrenzen werden verstärkt
Die NATO hatte Anfang Februar beschlossen, ihre Sicherheitsvorkehrungen an ihren östlichen Grenzen zu verstärken. Die Mitgliedstaaten einigten sich unter anderem auf die Bildung der sogenannten Speerspitze mit 5.000 Mann, die ab dem kommenden Jahr voll einsatzfähig sein soll. Einige Teile der Truppe sollen binnen zwei bis drei Tagen in Krisenregionen entsandt werden können, der Rest innerhalb einer Woche.

Außerdem soll im Frühjahr die in Vicenza in Italien stationierte 173. Luftlandebrigade ein Bataillon in die westliche Ukraine entsenden, um auf Wunsch der Regierung in Kiew die Nationalgarde des Landes und Personal des Verteidigungsministeriums zu trainieren.

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