Fr, 17. November 2017

Masters of Dirt

21.02.2015 08:27

Power-Girl erobert Männerbastion

Nicht nur eine neue Streckenführung, mehr Rampen und noch spektakulärere Synchrosprünge bietet das diesjährige Masters of Dirt in der Wiener Stadthalle, sondern auch eine Premiere in weiblicher Form. Mit der 22-jährigen Spanierin Gemma Corbera Collado ist erstmals ein junges Mädchen mit von der Freestyle- und Stunt-Partie. Die "Krone" traf die Mountainbike-Fahrerin zum Interview und sprach mit ihr über Verletzungen, Back Flips und Zukunftspläne.

Zurückhaltend, ja fast ein wenig schüchtern, öffnet sie die Tür zum Masters of Dirt (MoD) Interviewraum. Die Rede ist vom 22-jährigen Mountainbike-Supertalent Gemma Corbera Collado aus Spanien. Als eine von ganz wenigen Mädchen beherrscht sie die sogenannten Back Flips und gab damit am Freitag ihr Debut bei MoD in Wien. "Die Strecke hier ist schlichtweg ein Wahnsinn", schwärmte sie im Vorfeld von der Kursführung. "Durch einen Zufall bin ich zum Mountainbike gekommen. Vor fünf Jahren war ich mit meinen Rollerskates unterwegs, als ich zufällig die Biker im La Poma Bikepark gesehen habe. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass ich auch aufs Mountainbike will!"

Überschattet war ihre Karriere von einem schweren Verkehrsunfall. Eine Rückenverletzung zwang sie zur Pause: "Zwei Jahre konnte ich nicht aufs Bike, der Unfall ist mittlerweile aber vollständig überwunden. Ich fühle ich mich fitter denn je."

Entscheidend ist die Anfahrtsgeschwindigkeit
Im Fachjargon werden Rückwärtssaltos "Back Flips" genannt, eine akrobatische Höchstleistung, die jahrelanges Training abverlangt. "Für diesen Stunt habe ich vier bis fünf Tage, jeweils vier Stunden am Stück, trainiert". Entscheidend, ob Gemma auf den Mountainbike-Rädern oder auf dem Rücken landet, ist die Wahl der richtigen Anfahrtsgeschwindigkeit. "Ich habe keine Angst vor den Sprüngen, sondern davor, dass ich die Geschwindigkeit falsch einschätze."

Inmitten all der Burschen fühle sie sich übrigens sehr wohl, die "verrückten Jungs" sei sie schon gewohnt, lächelt das Mädchen im Interview. "Sie spornen mich zu Höchstleistungen an." Der Mountainbike-Szene will die Spanierin auch nach dem Karriereende treu bleiben - das "Pensionsalter" ist mit durchschnittlich 35 Jahren in dieser Berufsgruppe bald erreicht: "Selbst wenn ich nicht mehr Sprünge zeigen kann, möchte ich bei den Shows weiterhin mit dabei sein. Die Bikerszene ist einfach ein Teil meines Lebens!"

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