Mo, 23. Oktober 2017

Nachbarn schockiert

20.02.2015 13:17

Schwedin sperrte ihre drei Töchter jahrelang ein

Das Schicksal dreier Frauen beschäftigt derzeit ganz Schweden: Eine Mutter soll ihre Töchter jahrelang zu Hause eingesperrt haben. Die Frau sitzt in Untersuchungshaft, Verwandte streiten über die Hintergründe des Falls. "Es ist die Rede von über zehn Jahren, eine sehr lange Zeit", sagte eine Polizeisprecherin in der südlichen Provinz Schonen am Freitag. "Sie konnten nicht zur Schule gehen."

Medienberichten zufolge wurde die 59-Jährige aus der Gemeinde Bromölla festgenommen, nachdem sich eine der Töchter befreien und am Mittwochabend per Telefon die Polizei hatte alarmieren können. In der Vernehmung bestritt die Frau laut der Zeitung "Kvällsposten", ihre Kinder eingeschlossen zu haben. Um die inzwischen erwachsenen Frauen vor ihrem Ex-Partner zu verstecken, soll die Schwedin auch mehrfach umgezogen sein.

Den meisten der Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus in Bromölla war nach Angaben der Zeitung "Dagens Nyheter" nichts Besonderes aufgefallen. Nach der Festnahme zeigten sie sich schockiert. "Es war immer so friedlich und ruhig", sagte etwa Marie Wigilius dem Blatt.

Töchter laut Vater seit 17 Jahren verschwunden
Seine Töchter seien vor rund 17 Jahren verschwunden, sagte der Vater der zwei jüngeren Frauen gegenüber "Kvällsposten": "Ich habe meine Kinder seit Ende der 1990er-Jahre gesucht." Die Nachricht von der Festnahme seiner früheren Partnerin sei ein Schock für ihn gewesen.

Der Großmutter der Kinder zufolge soll die 59-Jährige dagegen versucht haben, ihre Kinder vor dem Vater zu schützen. Das soll auch der Grund für die Umzüge gewesen sein. "Sie hat keine Jugendlichen eingesperrt", sagte sie zu "Kvällsposten". "Sie liebt ihre Kinder."

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