Mi, 18. Oktober 2017

Wertvolle Tipps

20.02.2015 09:08

Wie wir unseren Wildtieren jetzt helfen können

Die ersten "Winteropfer", die ohne Hilfe wohl qualvoll verendet wären, sind schon beim Grazer Verein Kleine Wildtiere in großer Not eingetroffen. Dieser hat Tipps für uns...

Das Baby-Waldkäuzchen schaut uns mit ernsten Augen an – so als wüsste es, dass es gerade noch einmal "von der Schaufel" gesprungen ist. "Es saß ganz hilflos und verloren auf einem Radweg in Graz", weiß die Biologin des Vereins Kleine Wildtiere in großer Not, Ulli Odreitz. "Jetzt sind die Käuze nämlich in einem Alter, wo sie schon das Nest verlassen, und dieses ist dann vom Baum gefallen."

Feldhasenbabys auch gerettet
Und zwei Feldhasenbabys sind auch schon bei den höchst engagierten Vereinsleuten eingetroffen. Beide mit Verletzungen am Kopf. Odreitz: "Dass wir regional keinen Schnee haben hilft vielen Wildtieren zwar, was Nahrung betrifft – nimmt ihnen andererseits aber die Deckung! So werden gerade Hasenbabys dann leichte Beute für Katzen, Hunde, Krähen…" Bald wird auch ein Ansturm von Eichhörnchenminis erwartet.

Die Tipps der Experten
Deswegen Ullis erster Tipp bzw. dringender Appell:

  • Höchste Vorsicht beim Schneiden von Bäumen und Hecken. Dort sind jetzt Jungtiere drin, die Lebewesen können elendiglich verenden! Wenn möglich das Umschneiden unbedingt verschieben.
  • Noch keine Laubhäufen oder sonstige mögliche Winterlager von Igel & Co. entfernen! "Wenn noch Schnee kommt sind die verloren."
  • Igel, die ja bei Plusgraden zum "Herumschwirren" beginnen, sind jetzt dankbar für Nahrung: Katzenfutter ist ideal. Niemals Milch! Der Durchfall kann die Igel umbringen.
  • Futterstellen für Vögel stets befüllt halten. "Sie sind darauf fixiert und fliegen im Notfall vielleicht mit letzter Kraft dorthin."
  • Grundsätzlich nehmen Vögel wie Star, Drossel oder Amsel Nahrung gerne vom Boden auf, bevorzugt Äpfel oder spezielles Weichfresserfutter. Kleinere Singvögel bevorzugen es "höher". Geschälte Sonnenblumenkerne oder Erdnüsse sind Energiebomben.
  • Wer Feldhasen füttern möchte ist mit Heu oder Maisschrot sowie Äpfeln gut beraten.
  • Bei Fütterung von Rehen muss man sehr aufpassen, "sie sind vom Magen her speziell". Man müsse sich unbedingt vorher mit dem betreffenden Jäger besprechen, "ob ihm das recht ist, er nicht ohnehin füttert oder man den Futterplan stört". Lieber Hände weg!
  • Achtung: Wer Wildtiere mit Fell angreift – etwa Rehkitze – kann damit ihr Todesurteil aussprechen; sie werden vom Muttertier dann nicht mehr angenommen. In Ruhe lassen! "Außer es ist verletzt, dann mit Jägerschaft oder uns abklären, was zu tun ist."
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