Mo, 20. November 2017

Einst Gegner

19.02.2015 21:59

Tony Blair wird Berater der serbischen Regierung

Im Kosovo-Krieg vor 16 Jahren waren sie noch Gegner - jetzt hat Serbien den früheren britischen Premier Tony Blair als Berater von Regierungschef Aleksandar Vucic eingestellt. Wie Blairs Beratungsfirma Tony Blair Associates am Donnerstag mitteilte, wird sie beim Aufbau einer zentralen Anlaufstelle helfen, die Vucic bei Reformen berät.

Blair war im Kosovo-Krieg 1999 einer der Hauptbefürworter der NATO-Bombenangriffe auf Serbien gewesen. Vucic war damals Informationsminister in der serbischen Regierung von Slobodan Milosevic. Zudem war er 2005 Herausgeber eines Buches, in dessen Titel Blair übel beschimpft wurde.

Die ungewöhnliche Zusammenarbeit wird nach Angaben aus serbischen Regierungskreisen von den Vereinigten Arabischen Emiraten finanziert, die in dem Balkanland einen wichtigen Investitionspartner sehen.

Ein Sprecher von Blairs Beratungsunternehmen hob hervor, dass die Kooperation mit Serbien keinerlei Auswirkungen auf dessen Aufgabe als Gesandter des Nahost-Quartetts - bestehend aus den USA, Russland, der UNO und der EU - haben werde.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden